Verfasst von: sarahreinke | 15. Mai 2012

Die Gesellschaf…

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) lädt herzlich ein zu dem Diskussionsabend

Die Unsichtbaren – werden sie überleben?“.

Vortrag von José Carlos Mereilles über in freiwilliger Abgeschiedenheit lebende Völker in Brasilien und Peru
am Mittwoch, den 23. Mai 2012 um 19.00 Uhr,

im DGB Haus Gewerkschaftshaus Berlin-Schöneberg, Raum Nr. 40, 10787 Berlin, U Wittenbergplatz.

Der Eintritt frei. Spenden erwünscht.

Zur Person:

José Carlos Meirelles engagiert sich seit 40 Jahren für das Überleben unkontaktierter Völker in Brasilien und Peru. Weil die Bedrohung in letzter Zeit stark zugenommen hat, wendet sich der 64-jährige Brasilianer nun an die Öffentlichkeit. 1,2 Millionen Menschen haben bisher seinen internationalen Hilferuf in der BBC-Fernsehdokumentation, die weltweit Schlagzeilen machte, auf YouTube gesehen( www.youtube.com/watch?v=5lWVVFHzuLE ) unkontaktierter indigener Völker in Brasilien und Peru.

Auch auf Facebook: http://www.facebook.com/events/297920616959915/298523943566249/?notif_t=plan_mall_activity

Image
Verfasst von: maxinehollur | 8. Mai 2012

Irak: Kirkuks Nationalitäten kommen sich näher

Unter der Schirmherrschaft des chaldäischen Erzbischofs von Kirkuk ist am 26. April 2012 ein „runder Tisch“ durchgeführt worden. Neben dem kurdischen Gouverneur von Kirkuk, Dr. Najmedin Omar Karim, diskutierten rund 50 Vertreter aller in Kirkuk lebenden Nationalitäten über die instabile Lage in der nordirakischen Stadt. Die eintägige Konferenz, die vom chaldäisch-katholischen Erzbischof von Kirkuk, Dr. Luis Sako, vorgeschlagen wurde, fand unter dem Motto: „Für den Frieden lass uns Brücken bauen!“, statt.
Trotz der bisherigen Bemühungen der Stadtverwaltung von Kirkuk bleibt die Lage dort angespannt. Immer wieder werden Anschläge verübt.

Lies mehr …

Autorin: N. Slon

Putins Konvoi fuhr durch menschenleere Straßen zum Kreml. Für ein hohes Polizeiaufgebot war gesorgt. Gestern trat Wladimir Putin seine dritte Präsidentschaft an. Er schwor sich für die Wahrung des Lebens und Frieden der russischen Bürger einzusetzen. Er sagte, „Wir wollen und werden in einem demokratischen Land leben, in dem jeder die Freiheit und den Raum hat, sein Talent, seine Arbeit, seine Kräfte anzuwenden.“ Er sagt wir und meint das Volk, das er am Vorabend niederschlagen ließ. Es gingen mehr als 20.000 Menschen in Moskau auf die Straße und protestierten gegen die Rückkehr von Wladimir Putin ins Präsidentenamt. Die Polizei ging mit Schlagstöcken gegen Männer und Frauen vor. Laut unterschiedlichen Angaben wurden während der Demonstration von 400 bis 650 Menschen festgenommen und mehr als 70 wurden schwer verletzt. Am Tag des Amtseintritts konnten nun kleine Gruppen von Protestierenden durch Moskaus Zentrum ziehen. Sie wurden von der Polizei gejagt und rund 120 Menschen wurden verhaftet. Die Proteste werden in den nächsten Monaten nicht nachlassen. Putin als Präsident Russlands und Medwedew als Premierminister bleiben an der Macht. Aber dieses Mal ist schon von vornherein klar, dass nicht das ganze Volk hinter ihnen steht.

Am 2. Mai wurde Kamil Mutaev, geb. 1976 von maskierten Bewaffneten entführt. Er war mit seinem elfjährigen Sohn bei seiner Tante. Als er aus dem Hof fahren wollte, blockierten zwei Wagen den Weg. Bewaffnete zwangen ihn in ihr Fahrzeug. Als sein Sohn Muradis ihm helfen wollte, wurde er ins Auto gesperrt. Kamil hat fünf Kinder. Das jüngste ist zwei Monate alt. Er selbst ist Zimmermann und stellte Türen und Fensterrahmen her. Kamil war im März diesen Jahres schon einmal festgenommen und wieder freigelassen worden. Im Juni 2010 hatte die Menschenrechtsorganisation Memorial über die Verhaftung von Kamil geschrieben. Er war nach öffentlichen Protesten bei denen ein Polizist am Bein verletzt worden war, festgenommen und zu zwei Jahren Haft verurteilt worden. Lies mehr …

Verfasst von: yvonnebangert | 26. April 2012

Brasiliens indigene Völker in Todesgefahr

Parlament in Brasilia verabschiedet neues Waldgesetz

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat mit Bestürzung die Verabschiedung des novellierten Waldgesetzes durch das Unterhaus in Brasilia am heutigen Donnerstag zur Kenntnis genommen. „Dies ist ein schwarzer Tag für die etwa 235 indigenen Völker Brasiliens, denen nun buchstäblich der Boden unter den Füßen weggezogen wird“, sagte Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für indigene Völker. „Jetzt kann nur noch die brasilianische Präsidentin Dilma Roussef mit ihrem Veto den Wald in Brasilien und die darin lebenden indigenen Gemeinschaften in allerletzter Minute retten. Tut sie es nicht, so wird letztlich eine Fläche so groß wie Deutschland, Österreich und Italien zusammen zur Abholzung freigegeben. Das kommt einem Kniefall vor der mächtigen Agrarlobby gleich und bedeutet eine Amnestie für illegal arbeitende Holzfäller. Angesichts der UNO-Klimakonferenz Rio+20 in Brasilien im Juni 2012 wäre eine Novellierung des Waldgesetzes das falsche Signal für den Klimaschutz. Brasiliens Ansehen in der Welt könnte dadurch ernsthaft Schaden erleiden.“

Das neue Gesetz würde in Brasilien zu einer deutlichen Zunahme der Abholzung im Regenwald führen und damit auch das Überleben vieler indianischer Gemeinschaften gefährden. Der Schutz der Waldgebiete würde zu Gunsten der Agrarindustrie und ihrer Suche nach immer mehr Anbauflächen zum Beispiel für Soja oder Weideflächen für Rinder ausgehöhlt. Einer zunehmenden Entwaldung besonders schutzlos ausgesetzt wären die geschätzt 70 Völker, die in freiwilliger Abgeschiedenheit im Amazonas-Regenwald Brasiliens leben. „Dabei werden sie schon jetzt durch Megaprojekte wie den umstrittenen Belo Monte Staudamm oder illegal von Peru aus im Bundesstaat Acre eindringende Holzfäller vertrieben“, beklagt Bangert, „ohne Land können sie nicht überleben. Krankheiten, von Holzfällern oder Bauarbeitern eingeschleppt, bringen ihnen den Tod, wenn sie den Eindringlingen nicht mehr ausweichen können“. Auch für den Klimaschutz wäre die Novelle ein deutlicher Rückschritt.

Das neue Gesetz sieht vor, dass Waldbesitzer künftig statt 80 Prozent nur noch 50 Prozent des Waldes auf ihrem Land erhalten müssen. Ein geschützter Streifen von bis zu 100 Metern entlang der Flüsse soll deutlich schmaler werden. Dies verschlechtert dann die Wasserqualität und fördert die Erosion in den Uferbereichen. Darunter werden die Fischbestände leiden, die ihrerseits wichtige Lebensgrundlage für die Indianer sind. Die große Mehrheit der brasilianischen Bevölkerung lehnt es ab, dass weiter Regenwald abgeholzt wird. Die GfbV hatte zuletzt anlässlich der Eröffnung der CeBIT am 5. März 2012 an Präsidentin Rousseff appelliert, durch ihr Veto zum neuen Waldgesetz ihr Wahlversprechen einzulösen.

Pressemeldung der GfbV vom 26. April 2012

Verfasst von: sarahreinke | 26. April 2012

Ölunfall verseucht Rentierweiden in russischer Arktis

by N.Slon

Am 20. März 2012 sind im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen in der russisch-arktischen Tundra über 2000 Tonnen Öl ausgelaufen. Erst nach zwei Tagen konnten die Arbeiter das Leck im Ölfeld Trebs versiegeln. Es wurden etwa 8000 Quadratmeter Boden verseucht. Der Unfall sei eine Katastrophe für die Region, teilte der Leiter der Energie-Abteilung von Greenpeace, Vladimir Chuprov, mit. Die Weiden für die Rentiere sind verschmutzt und mit dem Hochwasser werden auch Seen und Flüsse durch die Öl verseucht. Die traditionelle Rentierzucht der indigenen Völker wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Lies mehr …

Umweltminister Röttgen soll Verschärfung der Öl-Importbedingungen in die EU zustimmen

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nimmt den internationalen Tag der Erde (22. April) zum Anlass, um auf die verheerenden Folgen der Gewinnung von Erdöl aus teerhaltigem Sand  für die Lubicon-Cree in der kanadischen Provinz Alberta hinzuweisen. Gleichzeitig appellierte die Menschenrechtsorganisation an Umweltminister Norbert Röttgen, einer Verschärfung der Bedingungen für den Import von Öl in die EU zuzustimmen, um so ein deutliches Zeichen gegen das Fördern von Öl aus Teersand zu setzen.

Lies mehr …

Verfasst von: sarahreinke | 20. April 2012

Russland: Putins Pläne gefährden Indigene

Russischen Zeitungsberichten zufolge soll ein neues staatliches Unternehmen zur Entwicklung Ostsibiriens und des Fernen Ostens Investionen in diese Regionen locken. Dieses Unternehmen soll direkt gegenüber dem Präsidenten, also Putin, verantwortlich sein. 60% des russischen Territoriums sollen dem Unternehmen zur “Entwicklung” übereignet werden für 25 Jahre. Der Sitz des staatlichen Unternehmes wird in Wladiwostok sein und die Projekte, die es realisieren soll, liegen genau in den Gebieten, in denen auch die indigene Bevölkerung der Russischen Föderation lebt: Altaj, Burjatien, Sacha, Tywa, Kamtschatka, Krasnojarsk, Sachalin etc. Steuergelder und andere Mittel sollen in das Unternehmen fließen, um die wirtschaftliche Entwicklung in diesen Regionen anzukurbeln. Besonders Besorgnis erregend ist, dass für die Aktivitäten dieses staatlichen Unternehmens neue Regel geschaffen werden im Hinblick auf Ressourcenförderung, Waldnutzung, Wasser- und Bodennutzung. Die föderalen Regelungen will man außer Kraft setzen.

Auch wenn in Russland diese förderalen Gesetze oft nicht eingehalten werden, sind sie jedoch immer die Richtschnur, an der sich Aktivitäten messen lassen können. Die neuen Regelungen werden wohl, so steht zu befürchten, noch weniger Rücksicht auf die Interessen der indigenen russischen Bevölkerung nehmen und ihre Rechte noch weiter einschränken.

Verfasst von: sarahreinke | 16. April 2012

Goldman Environmental Price für Ikal Angelei

by DanKo

Die kenianische Aktivistin Ikal Angelei, die seit fünf Jahren für die Interessen und Rechte von über 500.000 Indigenen in Kenia und Äthiopien gegen den Bau eines Wasserstaudamms kämpft, wird heute den prestigereichen Goldman Environmental Prize in San Francisco erhalten.
Wir sind sehr erfreut, dass die großartige Arbeit Ikal Angeleis nun international honoriert wird. Wir gratulieren Ikal Angelei und Friends of Lake Turkana und möchten uns für ihre Bemühungen bedanken. Alles Gute Ikal!

Weitere Informationen über Ikal Angelei und ihre Arbeit:
http://www.internationalrivers.org/en/node/7361

Lies mehr …

Temuco,  Chile. Am Morgen des 2. Aprils haben gewaltsame Übergriffe von Polizeieinheiten auf die Mapuche-Gemeinde Wente Winkul Mapu im Süden Chiles stattgefunden. Panzer und Polizeifahrzeuge blockierten nach lokalen Medienangaben die Hauptzufahrtsstraßen. Währendessen durchsuchten und zerstörten Spezialeinheiten den größten Teil der Häuser, setzten Tränengas ein und nahmen drei Mapuche fest. Lies mehr …

Ältere Artikel »

Kategorien

Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.