Schwere Probleme bekam kürzlich Elena Maglevannaja, eine freie Journalistin, die für die Zeitung “Svobodnoje slovo“ (Freies Wort) in Wolgograd arbeitet, weil sie sich für politische Gefangene engagiert. Sie beschreibt Folter und Misshandlung von Gefangenen und hat in einigen Fällen Appelle für Betroffene lanciert, Fälle vor Gericht gebracht und Gelder für Verfahren gesammelt. Dafür wird ihr jetzt der Prozess gemacht…
Sie hatte auch über das Schicksal von Zubajr Isaevic Zubajaew berichtet. Dieser war im August 2007 zu fünf Jahren Haft im Hochsicherheitsgefängnis verurteilt worden. In der Haft wurde er ständig gefoltert, gezwungen barfuß im Schnee zu stehen, mit den Füßen auf den Fußboden genagelt, mit mit Sand gefüllten Flaschen geschlagen etc.. Nach Klagen über seinen Gesundheitszustand wurde Zubajaew in das Gefängniskrankenhaus verlegt. Ihm wurde dort jedoch eine angemessene medizinische Behandlung verweigert. Er wurde sogar weiter gefoltert. Elena Maglevannaja machte den Fall öffentlich und interessierte auch Amnesty International und andere Organisationen dafür. Wahrscheinlich als Reaktion darauf wurde Zubajaew am 18.2. 2009 wieder misshandelt. In Folge der Folter hat er schwere Verletzungen an den Beinen und Anfälle, die auf Epilepsie schließen lassen.
Maglevannaja wurde von der Verwaltung des Gefängnisses, in dem Zubajaew einsitzt, der Verunglimpfung und Rufschädigung angeklagt. Die Klageschrift weißt direkt auf Maglevannajas Artikel hin. Am 26.3. fand die erste Anhörung in diesem Fall statt. Weder Zubajaew noch sein Anwalt, der zu der Sache aussagen wollte, wurden gehört. Die Verhandlung wurde ohne Ergebnis auf vertagt.




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