…diese Solidarität kostet nix und geht ganz schnell: dank Avaaz und amnesty gibt es zwei sehr gut gemachte online-Appelle, mit denen zusätzlich Druck auf die Militärjunta aufgebaut werden kann.
Viele Menschenrechtsorganisationen wie die GfbV, amnesty und Avaaz gehen davon aus, dass die Militärjunta inzwischen richtig schwere Angst hat um den Erhalt ihrer Macht – warum sie umso stärker gegen die Opposition vorgehen: Tausende Menschen sind gefangen in unmenschlichen Haftbedingungen, ihnen wird jegliche medizinische und rechtliche Betreuung verweigert. Aber auch ethnische Gruppen werden weiterhin massiv unterdrückt und weitere Menschenrechte verletzt. Wir müssen aufgrund der uns zugrundeliegenden Angaben und Hinweise davon ausgehen, dass über eine Million Menschen inzwischen im Grenzgebiet auf der Flucht sind vor diesem unmenschlichen Regime – und dies ist dann kein Spiel mehr wie im UNHCR-Spiel „Last Exit Flucht“.
Aufgrund ihres Charismas und ihrer herausragenden Rolle in der Demokratiebewegung Burmas ist Aung San Suu Kyi sicherlich die größte Gefahr für den Machtanspruch der Junta. Aus sicheren Quellen wissen wir nun, dass die Junta Angst hat. Nicht nur vor Aung San Suu Kyi. Sondern auch vor uns. Über 160 Exil- und Solidaritätsgruppen in 24 Ländern nehmen an der Avaaz- Kampagne teil und üben Druck auf die UN und die ASEAN aus, was den einzigen vielversprechenden Weg darstellt: UN-Generalsekretär Ban Ki Moon meinte, dass „Aung San Suu Kyi and all those that have a contribution to make to the future of their country must be free“. Es ist an uns, diese Forderung gegenüber diesem menschenverachtenden Regime durchzusetzen. Inzwischen haben über eine viertel Million Menschen bei Avaaz und bei amnesty mitgemacht und bei online-Appeln unterschrieben.
Wir wissen, wie anstregend und mühevoll und anstrengend dieser Kampf um die Menschenrechte ist. Wir sollten aber eines bedenken: das haben wir alle schon erlebt! So schickten letztes Jahr zigtausende Menschen Briefe zugunsten Ma Khin Khin Leh, einer weiteren politischen Gefangenen – die nun frei ist. Lasst uns das nun auch für Aung San Suu Kyi machen. Zumindest das sind wir ihr schuldig! Wir wissen, dass Aung San Suu Kyi immer die Hoffnung für die Menschen von Myanmar aufrecht erhielt, selbst als alle Hoffnung verloren schien. Lasst uns nun in diesem Sinne ähnlich handeln für sie!