Eben meldete die BBC, dass die Militärjunta internationale Beobachter vom “Prozess” gegen Aung San Suu Kyi ausgeschlossen habe – einen Tag nachdem ihnen eigentlich erlaubt wurde, den Prozess zu beobachten. Wir konnten gestern noch davon ausgehen, dass diese zumindest teilweise Öffnung auf die weltweite Kritik zurückzufuhren war. Scheinbar reichte der Druck aber nicht länger. Denn die BBC zitiert einen Regierungsvertreter, die Erlaubnis sei ja ohnehin nur für einen Tag gewesen.
Immerhin durfte Aung San Suu Kyi am Mittwoch mit drei ausländischen Diplomaten, unter ihnen der britische Botschafter, reden. Weitere Botschafter und zehn Journalisten konnten bei der Eröffnung des Schein-Verfahrens im Insein-Gefägnis teilnehmen. Der britische Botschafter Mark Canning geht zwar davon aus, dass er und weitere Beobachter demnächst dann doch wieder zugelassen werden zum Verfahren. Aber er hat Hinweise, dass das Ergebnis schon feststeht, dazu würde alles zu orchestriert, zu abgesprochen aussehen. Dass Burma nicht gerade glaubwürdig ist, merkten wir schon beim Aufstand der Mönche vor zwei Jahren (für die es bei Facebook übrigens eine Unterstützter-Kampagne gibt!). Daher glaub ich auch nicht daran, dass die für nächstes Jahr angekündigten, angeblich freien Wahlen wirklich kommen werden, sondern wahrscheinlich um Jahre verschoben werden. Die Hoffnung bleibt, dass die ASEAN zusammen mit China und Indien dann doch irgendwann kapiert, dass auch sie Druck aufbauen müssen, um die Militärjunta zum Einlenken zu bewegen.




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