Heute verabschiedeten sich die beiden Ashaninkas Benki und Moises Piyako aus Berlin. Wir können nur hoffen, dass ihre Besuchsreise ihnen viel weiterhilft und die Politiker, die sie besuchten, endlich auch handeln. Gerade deswegen war ich eben dankbar, als ich von der neuesten Appellaktion von Rettet den Regenwald erfuhr:
Die Indianergemeinschaften Perus und Brasiliens beklagen, dass bereits jetzt rund 70% des peruanischen Amazonasgebiets für die Öl- und Gas-Exploration konzessioniert ist, die das Leben der Menschen und der Artenvielfalt des Amazonas gefährden. Demonstranten haben den Pumpbetrieb der Erdölpipeline der staatlichen Ölfirma gestoppt. Perus Präsident Alan Garcia antwortete darauf, dass “kleine Gruppen” nicht der “Entwicklung” des Amazonasgebiets im Wege stehen dürfen.
Am 9. Mai hat die peruanische Regierung den Notstand für 60 Tage ausgerufen. Militär-und Sondereinheiten der Polizei wurden entsendet, um die friedlichen Proteste gewaltsam zu unterdrücken und die Interessen der überwiegend großen Unternehmen aus dem Ausland zu schützen. Mehrere Fälle von Gewalt gegen indigene Demonstranten waren zu verzeichnen.
Den Kollegen von Rettet den Regenwald ist es zu verdanken, dass wir das nicht einfach nur hinzunehmen brauchen – wir können beispielsweise online-Appelle unterschreiben. Wer sich näher mit der Problematik auseinandersetzen möchte, sei auf den Ashaninka-Blog verwiesen. Hier gibt es (wenn auch auf portugisiesch!) wertvolle Hinweise und nähere Informationen.




Letzte Kommentare