Verfasst von: joachimfulda | 11. Juni 2009

Insel-Hopping mal anders….

Deutschland hat so seine Probleme mit Flüchtlingen und anderen verfolgten und diskrimierten Mennschen – zuerst will die CDU Flüchtlingskinder immer schneller abschieben. Außerdem weigert sie sich entgegen ihren früheren Beteuerungen nach einem „Bündnis-Beistand“ (beim Irak-Krieg), den Amerikanern bei der Schließung von Guantanamo zu helfen – das Ergebnis ist, dass sich der entlegende Inselstaat Palau im Westpazifik sich auf Bitten der USA bereiterklärt hat, 17 Insassen des US-Internierungslagers Guantanamo aufzunehmen. Wie Medien berichten, handele es sich um eine „vorübergehende Aufnahme“, die sich der vom Klimawandel besonders betroffende Staat mit 200 MIllionen Dollarn versilbern lässt. Zwar kann das als humanitäre Geste wahrgenommen werden, ein fader Beigeschmack bleibt aber schon: warum stellt sich das wesentlich reichere Deutschland nicht seiner humanitären Verantwortung, warum hat die Bush-Administration sich überhaupt auf so einen Wahnsinn wie Gitmo eingelassen – und so a bisserln nach Menschenhandel riecht es dann auch. Denn Palau ist einer der wenigen Staaten, die die Volksrepublik China nicht anerkennen. Der Inselstaat war bis 1994 amerikanisches Treuhandgebiet. Auch nach der Unabhängigkeit ist es weiterhin auf US-Hilfe angewiesen. Für die Uighuren heißt es, von der Karibik in den Pazifik verlegt zu werde – Insel-Hopping mal anders….und nach Urlaub sieht’s auch nicht aus.


Antworten

  1. [...] PS: Es sollte allmählich auch dem Letzten unter uns klar werden, warum sich GfbV und viele andere Menschenrechtsorganisationen im Hinblick auf Guantanamo dagegen aussprachen, dass die dort inhaftierten Uiguren nach ihrer Freilassung nach China geschickt werden. Leider hat Deutschland lieber christliche Iraker denn muslimische Uiguren aufgenommen. [...]

  2. Inzwischen unternimmt die Obama-Administration immer mehr Schritte, um das Lager in Guantanoma aufzulösen – weitere Uiguren wurden freigelassen und nach Palau abgeschoben. Sie sind erst einmal froh, die Hölle auf Erden hinter sich zu haben, aber die seelischen Narben beliben wohl für immer:

    http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/8336343.stm


Einen Kommentar hinterlassen

Ihre Antwort:

Kategorien