Anlässlich des jährlichen UN-Weltflüchtlingstags am 20. Juni sind die Regionalgruppe Berlin/Brandenburg und das Berliner GfbV-Büro mit einem Infostand in Kreuzberg präsent.
In der Zeit von 12.30 Uhr bis 16 Uhr werden wir an der Admiralsbrücke (Ecke Fraenkelufer) insbesondere auf das Thema Klimaflucht und Menschenrechte aufmerksam machen.
Außerdem geht es um das Schicksal von Tausenden in Deutschland geduldeten Menschen, die aktuell von Abschiebung bedroht werden.
Studien gehen davon aus, dass in den nächsten 30 Jahren bis zu 200 Millionen Menschen zusätzlich durch die Folgen des Klimawandels zur Flucht aus ihrer Heimat gezwungen werden könnten. Betroffen sind davon auch viele indigene Gruppen.
Ein weiteres wichtiges Thema ist die drohende Abschiebung von bis zu 110.000 Geduldeten aus Deutschland, die bereits seit langen Jahren hier leben. Sie sollen nun abrupt in ihre völlig verfremdeten Herkunftsländer abgeschoben werden. Unter den Betroffenen sind auch 30.000 Kinder und Jugendliche, die in Deutschland aufgewachsen sind und keinerlei Bezug zu den ehemaligen Heimatländern ihrer Eltern haben.




[...] Flüchtlinge: Opfer des Bundestagswahlkampfes? Am heutigen Weltflüchtlingstag dürfte halb Deutschland – so dass Wetter mitspielt – wahrscheinlich grillen, am Badesee oder zum Fahrradausflug unterwegs sein. Nun gibt es aber Menschen, die das nicht können, es gar nicht dürfen: Die Flüchtlinge. Denn viele von ihnen sind inzwischen akut von der Abschiebung bedroht, wir laufen Gefahr, dass dies aus Gründen des Bundestagswahlkampfes passiert. Für sie ist dieser Tag wichtig. Einfach deswegen, um zumindest ansatzweise auf ihr Schicksal hinweisen zu können – so wie das Berliner Büro heute auch an der Admiralsbrücke macht mit dem Infostand. [...]
Von: Flüchtlinge: Opfer des Bundestagswahlkampfes? « GfbV Berlin – der Blog am 20. Juni 2009
um 9:29 am