Immer wieder passiert es: Die Angehörigen müssen dafür büßen, dass ihre Kinder unter die Kämpfer gegangen sind. Schejch-Achmed Bajsuew ist zum Beispiel ein Kämpfer. Am 18. Juni 2009 gegen fünf Uhr in der Frühe fuhren tschetschenische Sicherheitskräfte vor dem Haus seiner Eltern Said-Magomed und Nurschan im Ort Engel-Jurt im Rajon Gudermes vor. Sie stürmten das Haus, holten den 1935 geborenen Vater Sajd-Magomed sowie die Mutter raus, nahmen die Pässe der Eltern an sich und zündeten die beiden Häuser dieser Familie an.
Aus dem Stall holten sie das Vieh und zündeten auch den Stall an. Die Polizisten und Milizen warteten, bis Häuser und Stall auch wirklich bis auf die Grundmauern herunter gebrannt waren. Gleichzeitig statteten Kollegen den Schwestern von Schejch-Achmed einen Besuch ab. Sie leben mit ihren Familien in eigenen Häusern aber im selben Ort. Sie warnten und beschimpften die Frauen und einer der Sicherheitsleute schlug Medni, die jüngere Schwester, ins Gesicht.
Diese Methoden der Terrorbekämpfung könnten nun auch bald im benachbarten Inguschetien Einzug erhalten. Ramzan Kadyrow, der tschetschenische Präsident, wurde von Dmitri Medwedew gebeten, den Terror auch in dieser Republik zu bekämpfen. Die GfbV fürchtet eine Eskalation der Gewalt und der Menschenrechtsverletzungen.




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