Kürrzlich appellierten mehrere Menschenrechtsorganisationen wie die GfbV und amnesty international, dass sieben führende iranische Baha’i sofort freigelassen werden mögen. Nachdem aber schon wieder der Gerichtstermin gegen sie verschoben wurde, fordert dei GfbV den früheren deutsschen Außenminister Joschka Fischer dazu auf, er möge Kontakte zum Iran nutzen und sich für ihre Freilassung einsetzen.
Die beiden Frauen und fünf Männer sind im berüchtigten Teheraner Evin-Gefängnis eingesperrt und warten seit 14 Monaten fast ohne Kontakt zur Außenwelt auf ihr Gerichtsverfahren. Ihnen droht wegen angeblicher “Spionage für Israel”, “Beleidigung religiöser Gefühle” und “Propaganda gegen die Islamische Republik” die Todesstrafe. Die Gefangenen weisen diese folgenschweren Anklagepunkte entschieden zurück. Ihr Anwältin, die Menschenrechtlerin und Friedensnobelpreisträgerin Shirin Ebadi, durfte nur einen kurzen Blick in die äußerst umfangreichen Akten werfen.
Wie auch das burmesische Militär versucht das theokratische Regime in Teheran, auf Zeit zu spielen, damit sich die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit anderen Dingen zuwendet und gegen diese unschuldigen Menschen ohne großes Aufheben ein Willkürurteil gefällt werden kann.
Der iranische Geheimdienst hatte sechs der Gefangenen – Frau Fariba Kamalabadi sowie die Herren Jamaloddin Khanjani, Afif Naeimi, Saeid Rezaie, Behrouz Tavakkoli und Herrn Vahid Tizfahm am 14. Mai 2008 in ihren Wohnungen festgenommen Bereits am 5. März wurde die Baha´i-Geschäftsführerin Mahvash Sabet inhaftiert. Stets mit Kenntnis der iranischen Regierung hatten die sieben Baha´i eine Art “Notverwaltung” für ihre Glaubensgemeinschaft im Iran aufrechterhalten. Zubor war bereits 1980/81 der gesamte Nationale Geistige Rat der Baha´i des Iran verschleppt und ermordet worden.
Die Baha´ stellen mit 300.000 Mitgliedern die größte religiöse Minderheit des Iran. Dort gelten sie als “Apostaten”, als vom islamischen Glauben Abgefallene. Deshalb werden sie diskriminiert, unterdrückt und verfolgt. Seit Amtsantritt von Mahmud Ahmadinedschad 2005 werden sie systematisch benachteiligt, denunziert und überwacht. Immer wieder kommt es zu willkürlichen Festnahmen. Die Religion der Bahá’í wurde im 19. Jahrhundert im Iran von ihrem Stifter Baha’ullah gegründet. Sie hat heute weltweit rund 7,7 Millionen Anhänger.




[...] nennt. Wir versuchen dagegen, auch Klimaflüchtlingen, iindigenen Völkern, Baha’i, Papua oder Roma oder Tschetschenen eine Stimme zu geben, die Kommunikationswissenschaft nennt das [...]
Von: Sinn und Zweck des Blogs – in media res… « GfbV Berlin – der Blog am 20. Dezember 2009
um 12:15 am
[...] grundlose Inhaftierung von Bahai Veröffentlicht in Albert Einstein, Atheismus, Atheist, Atomstaat, Christus, Kommunismus, Leben, Maria Magdalena, Maria Magdalena und Jesus von Nazareth, Politik, Religion, Schöpfungskraft, Theologie der Befreiung, Wasserstoffgesellschaft, Zukunft, atheist media, bahai, dieblaueneu, sophismus. Kommentar schreiben » [...]
Von: Mord an christlichen Helfern in Pakistan und Verfolgung der Bahai im Iran keiner Erwähnung und Unterstützung Wert durch“ linkische“ Presse in Deutschland? « Dieblaueneu's Blog am 1. September 2010
um 7:51 am