
Unsere Uiguren-Demo war ein erster wichtiger Schritt, um die Öffentlichkeit auf die Probleme in Xinjiang hinzuweisen. Jetzt berichten verschiedene Organisationen wie amnesty, dass bei einer Demonstration in Urumqi 156 Menschen getötet und mindestens 1400 Personen verhaftet worden seien. Diese Ereignisse müssen umfassend aufgeklärt werden, dazu all diejenigen, die friedlich demonstrierten, umgehend freigelassen werden. Da Menschenrechtsorganisationen auf unabhängige Berichterstattung angewiesen ist, fordern wir natürlich selbstverständlich, dass chinesische und internationale Journalisten sowie unabhängige Beobachter der freie Zugang zu der Region gewährt und ihnen die unabhängige Berichterstattung über die Ereignisse gestattet wird.
Die Uiguren sind seit den 1980er Jahren in China wiederholt das Ziel von systematischen und weitreichenden Menschenrechtsverletzungen geworden. Dazu zählen willkürliche Verhaftungen, Misshandlungen und das Verschwindenlassen von uigurischen AktivistInnen. Auch die Religionsfreiheit der mehrheitlich muslimischen Uiguren sowie deren soziale und kulturelle Rechte werden stark beschnitten. Das drückt sich auch in Chinas Umgang mit dem kulturellen Erbe seiner Minderheit aus: Ende Februar 2009 rollten die ersten Bulldozer heran, um die Altstadt Kashgars niederzureißen. Der Jahrhunderte alte Stadtkern der kulturhistorisch bedeutendsten islamischen Stadt Zentralasiens soll nach dem Willen Pekings dem Erdboden gleichgemacht werden. Wer mehr wissen will über die Hintergründe, kann hier nachlesen. Man kann aber auch was gegen diesen kulturellen Genozid tun – hier gehts zum online-Appell. Denn was wäre Europa, was wäre unsere Kultur ohne den muslimischen wie chinesischen Einfluss?

[...] forderte dieser Tage auch die chinesische Regierung dazu auf, das kulturelle Erbe der Uiguren zu respektieren. Heute geht es um ein Einzelschicksal – um einen uigurischen Aktivisten, der wegen seines [...]
Von: Uigurischer Aktivist von Folter bedroht « GfbV Berlin – der Blog am 24. Juli 2009
um 4:03 pm