
Als sich im Mai die Tamil Tigers weitestgehend ergaben, bestand in Ansätzen die Hoffnungen, dass vielleicht doch noch Frieden nach Sri Lanka einkehrt. Ob das aber gewollt ist, darf angezweifelt werden. Denn noch weit über eine Viertelmillionen Menschen leben unter unsäglichen Bedingungen in srilankischen Internierungscamps. Alleine aufgrund ihrer ethnischen Abstammung wurden die Tamilen in Lager gepfercht und von der Außenwelt isoliert. Internationalen Helfern wird der freie Zugang zu vielen Not Leidenden in den Camps verwehrt.
Die fortgesetzte Internierung großer Teile der Zivilbevölkerung verletzt humanitäres Völkerrecht und verstößt gegen zahlreiche Konventionen zum Schutz der Menschenrechte. Wir fordern deswegen die Regierung Sri Lankas dazu auf, unverzüglich alle erforderlichen Schritte einzuleiten, damit die Flüchtlinge in ihre angestammten Dörfer zurückkehren können. Man darf dabei nicht vergessen: Sri Lanka ist ein wesentlich kleineres Land als Deutschland – und muß absolut mit mehr Flüchtlingen umgehen als wir. Und die in Deutschland lebenden Flüchtlinge sind nur einige Wenige, die es geschafft haben, der humanitären Katastrophe zu Hause zu entkommen. Sie sollen nichtsdestotrotz abgeschoben werden – auch das ist ein Mißstand, der sofort behoben werden muss: deswegen läuft auch aktuell die Kampagne der GfbV zu Flüchtlingen.




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