Verfasst von: sarahreinke | 31. August 2009

Lebensgefahr für Schwarze und Afrikaner in Moskau

Sie wollten seinen Skalp, sagt ein Schwarzafrikaner aus, der in Moskau lebte. Ein anderer wurde dutzende Male tätlich angegriffen. 60 % der in der Russischen Hauptstadt lebenden Schwarzen wurden schon einmal körperlich angegriffen. 80% von ihnen wurden verbal beschimpft.
Sie fühlen sich wie Freiwild und meiden die Metro (wer Moskau kennt, weiss, dass es in dieser riesigen Stadt beinahe unmöglich ist, nicht Metro zu fahren, wenn man von einem Punkt der Stadt zu einem anderen kommen will). Sie vermeiden es, sich auf Plätzen zu zeigen, wo Menschenansammlungen zu befürchten sind. An russischen Feiertagen oder an Tagen, wenn Fußballspiele statt finden, getrauen sich die Schwarzen und Afrikaner in Moskau gar nicht vor die Haustüre.

Wenn es zu Gewalt kommt, dann gleich richtig, fand eine neue Studie der protestantischen Kongregation in Moskau heraus. Die Hemmschwelle, Menschen mit dunkler Hautfarbe zu verletzen, sei erschreckend niedrig, sagt die kirchliche Organisation.


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