ProRegenwald startete am Samstag wieder einmal einen online-Appell zu Brasilien. Leider ist wieder unsere Hilfe für die Yanomami nötig. Im Appell heißt es: “Erst dank weltweiter Proteste wurde die Regierung Brasiliens damals aktiv. Das Yanomami-Land im brasilianischen Bundesstaat Roraima wurde vermessen und abgegrenzt, das Militär angewiesen, die Goldsucher aus dem Gebiet zu entfernen. Der unermüdliche Kampf für seine Heimat im Norden Amazoniens brachte dem Schamanen Davi Kopenawa Yanomami 1989 den UN-Umweltpreis Global 500 ein. Nun genau 20 Jahre später wird sein Volk abermals von Goldgräbern heimgesucht. In mehreren Briefen an den Präsidenten der staatlichen Indianerschutzbehörde (FUNAI) hat der Schamane die zunehmenden Goldminen im Regenwald der Indianer beklagt, zuletzt vergangenen Mai. In dem Schreiben an Funai-Chef Márcio Meira heißt es: “Wir, das Volk der Yanomami, informieren Sie erneut über die Invasion von Goldgräbern in unserem Land. Schon seit mehr als neun Jahren drängen sie wieder in unser Territorium und verderben und verschmutzen unsere Flüsse, bringen Malaria und andere Krankheiten und bedrohen unser Leben mit Gewalt. ” Seit Anfang diesen Jahres hat sich die Invasion der Goldsucher zudem weiter verstärkt.” Wer mehr wissen will und online helfen will, kann sich über die Webseite von ProRegenwald beteiligen.
Verfasst von: joachimfulda | 29. September 2009
Brasilien: Goldrausch bedroht Land der Yanomami
Veröffentlicht in Lateinamerika | Tags: Amazonien, Brasilien, Davi Kopenawa Yanomami, Funai-Chef Márcio Meira, online-Appell, ProRegenwald, Yanomami




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