Aleksandr Podrabinek, ein Sowjetdissident und Journalist, veröffentlichte auf der Seite ej.ru einen Artikel, in dem er die Sowjetdiktatur und den heutigen Umgang mit der sowjetischen Vergangenheit durch die Regierung kritisierte.
Auslöser war, dass ein Moskauer Restaurant mit dem Namen “Anti-Sowjet” von den örtlichen Behörden gezwungen wurde, den Namen in “Sowjetveteranen” zu ändern. Der Podrabinek-Artikel rief “Nashi”, die nationalistische Jugendorganisation auf den Plan, die Premierminister Putin unterstützt. “Nashi” bedrohte Podrabinek, Aktivisten versammelten sich vor seinem Wohnhaus und veröffentlichten Drohungen. Daraufhin versteckte sich Podrabinek.
Er habe die Information, dass man mit ihm abrechnen wolle und daran auch höchste Stellen Interesse hätten, schreibt er am 28.9. auf seinem Blog. Er bleibt im Untergrund, weil er um sein Leben fürchtet. Wer heute Stalin und die Sowjetunion kritisiert, wird als Vaterlandsverräter bezeichnet. Die Sowjetunion und ihre Führer feiert seit Jahren (eigentlich seit Putin) ein Comeback. Jeder, der hier gegen den Strom schwimmt, wird beschimpft, beleidigt, bedroht.
Verfasst von: sarahreinke | 30. September 2009
Hetzkampagne gegen russischen Journalist nach Kritik an Sowjetunion
Veröffentlicht in Europa, Internet | Tags: Nashi, Podrabinek, Putin, Russland, Sowjetunion, Stalin




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Von: GfbV Berlin – der Blog am 8. Oktober 2009
um 10:56 am