Drei Männern gelang vor wenigen Tagen die Flucht. Sie waren über ein halbes Jahr gegen ihren Willen auf einer Baustelle in Dagestan festgehalten worden. Jetzt informierten sie die Staatsanwaltschaft über die Missstände vor Ort. Die Betreiber der Bauprojekte hätten ihnen die Pässe abgenommen, keinen Lohn bezahlt, sie durften die Baustelle nicht verlassen und wer sich wehrte, wurde schwer misshandelt.
Die Staatsanwaltschaft führte nun Stichproben auf Baustellen rund um die dagestanische Hauptstadt Machatschkala durch und befreite 30 Männer, die wie Sklaven gehalten wurden. Sie stammten aus der Region Saratow und Moskau und waren nach Dagestan gekommen, weil sie gelesen hatten, dort könne man auf Baustellen viel Geld verdienen. Eine Person berichtet, dass ihr zwar zweimal die Flucht gelungen sei, dann seien aber immer Milizen gekommen und hätten sie wieder auf die Baustelle gebracht. Nun hat die Staatsanwaltschaft Untersuchungen aufgenommen, berichtet der Sender “Echo Moskau”.
In der GUS kommt es immerwieder zu solchen modernen Formen der Sklaverei. Betroffen sind hauptsächlich Arbeitsmigranten aber auch Rekruten, die von ihren Offizieren zu privaten Zwecken “verwendet” werden.




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