Seit gestern protestieren Angehörige der indigenen Kayapo im brasilianischen Amazonasgebiet gegen einen riesigen Wasserkraft-Staudamm. Bei dem Vorhaben, dem sogenannten „Belo Monte“, handelt es sich um eines der größten Infrastruktur-Projekte der brasilianischen Regierung. Zu den einwöchigen Protestaktionen werden sich mindestens 200 Indigene versammeln, um mit Vertretern der brasilianischen Regierung zu sprechen.
Die Kayapo leben im Gebiet des Mato Grosso, einem Bundesstaat im Landesinneren Brasiliens, entlang des Rio Xingu. Der Rio Xingu ist einer der größten Nebenflüsse des Amazonas. Mit dem Mega-Staudamm sollen 80 Prozent der Wassermassen des Rio Xingu umgeleitet werden. Dies hätte verheerende Auswirkungen auf die Fischbestände und die Wälder, die sich 100 km lang am Fluss erstrecken. Für die indigenen Kayapo würde dies die Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen bedeuten.
1989 konnten die Kayapo durch ihren massiven Protest mehrere Staudämme, die für den Rio Xingu geplant waren, erfolgreich verhindern. Die Weltbank hatte sich nach den Protesten aus der Finanzierung des Projektes zurückgezogen. Mit dem nun geplanten Mega-Staudamm soll noch 2009 begonnen werden.





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