Verfasst von: brigittascholz | 9. November 2009

Aktionswochen gegen Antisemitismus

Der 9. November ist nicht nur der Jahrestag an dem die Berliner Mauer fiel. In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in ganz Deutschland jüdische Einrichtungen und Synagogen niedergebrannt. 7.500 jüdische Geschäfte und tausende Wohnungen wurden verwüstet. Seit dem Jahr 2001 haben in Deutschland, aber auch in anderen europäischen Ländern, wie die GfbV in der Zeitschrift “bedrohte Völker – Pogrom” darstellt, antisemitische Grundhaltungen und antisemitisch motivierte Gewalttaten stark zugenommen.

Die Aktionswochen gegen Antisemitismus, organisiert von der Amadeu-Antonio-Stiftung, finden bundesweit in 75 Orten mit 231 Veranstaltungen statt. Beteiligte Initiativen setzen sich in Gedenkveranstaltungen, Theater- und Filmaufführungen, Zeitzeugengesprächen und Lesungen mit dem historischem und aktuellem Antisemitismus auseinander. Bei den Aktionswochen wird besonders der nicht aufgearbeitete Antisemitismus in der ehemaligen DDR in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Ebenso wird der Antisemitismus in links-alternativen Zusammenhängen thematisiert.

Am 30. November findet eine Abschlussdiskussion mit den Veranstaltern und der Jüdischen Gemeinde im Centrum Judaicum in Berlin-Mitte, Oranienburger Straße 28-31 statt. Politiker und Experten diskutieren, was im Kampf gegen Antisemitismus zu tun ist.


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