Romaverbände protestieren gegen die Räumung der großen Roma-Siedlungen in Rom, Mailand und anderen Orten in Italien. Sie werfen den Behörden ethnische Säuberungen vor und haben sich an EU und UN mit Hilfsappellen gewandt. Schon im letzten Jahr ging die Polizei in Italien brutal gegen Roma vor und führt Zählungen durch, bei denen zum Beispiel Kinder ohne Einverständnis der Eltern fotografiert und ihre Fingerabdrücke genommen wurden. 50 Personen, vor allem Bosnier, Serben und Mazedonier, mussten die Behelfsunterkünfte schon verlassen
Über 100 Siedlungen dieser Art gab es bisher in Rom, die Polizei hat bereits deren 40 abgebaut. Offizielles Ziel der Behörden ist es, wenige legale Roma-Siedlungen an der Peripherie der Stadt zu errichten, aus denen Kriminelle ausgegrenzt werden sollen.
Die Bewohner der neuen Siedlungen sollen am Eingang eine Karte zu ihrer Identifizierung vorweisen. Man will so verhindern, dass illegale Immigranten Zugang zur Siedlung haben.
Wer in der Siedlung wohnt, muss eine Aufenthaltsgenehmigung besitzen. Eltern sind gezwungen, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Wer die Regeln verletzt, kann das Fürsorgerecht für die Kinder verlieren und aus der Siedlung entfernt werden.
2008 wurde in ganz Italien eine umstrittene Zählung der Roma durchgeführt. Die meisten von ihnen leben in Rom




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