Das könnte man meinen, wenn man hört, dass die Favoriten auf das Präsidentenamt im dringenden Tatverdacht stehen, für Kriegsverbrechen verantwortlich zu sein. Drum sollte eigentlich mal eine internationale Untersuchung die Ereignisse des letzten Frühlings hinterfragen, über die wir auch in diesem Blog berichteten. Denn nur mit einer wahrhaftigen Aufklärung kann es Gerechtigkeit, und nur mit Gerechtigkeit kann es einen nachhaltigen Frieden geben. Das wird konterkariert, wenn der nächste Präsident Sri Lankas Blut an den Händen hat. Sowohl der amtierende Präsident Rajapaksa als auch sein schärfster Konkurrent, der ehemalige Armee- Oberbefehlshaber General Sarath Fonseka, sind nach Einschätzung unseres Asienreferenten Uli Delius für den gewaltsamen Tod von bis zu 20.000 tamilischen Zivilisten sowie für Folter und andere schwere Menschenrechtsverletzungen verantwortlich. Bislang hat die Regierung Sri Lankas alle Appelle der Vereinten Nationen und der internationalen Staatengemeinschaft nach einer unabhängigen Untersuchung der Vorwürfe zurückgewiesen. Hier gehts zu unserer Pressemeldung. Ob aber unsere Forderungen Einfluss nehmen auf die Wahlentscheidung der Tamilen – die aller Voraussicht nach mit leeren Worthülsen abgespeist werden, darf bezweifelt werden. Aber wie heißt es so schön: steter Tropfen hölt den Stein. Dazu brauchen wir Ihre Unterstützung. Wie es geht? Aktiv werden!
Verfasst von: joachimfulda | 27. Januar 2010
Sri Lankas Präsidentschafts-Wahlen eine Farce?
Veröffentlicht in Asien | Tags: Präsidentschaftswahlen, Rajapaksa, Sarath Fonseka, Sri Lanka, Tamilen, Wahlkampf




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