Im Süden von Kirgisien herrschen weiterhin Chaos und Willkür. Die von der Regierung geschickten Beamten und Soldaten arbeiten nicht mit den örtlichen Strukturen zusammen. Kirgisen beschuldigen Usbeken, Angehörige ihrer Volksgruppe festzuhalen, Usbeken verneien dies und schimpfen darüber, dass keinerlei Hilfslieferungen bei ihnen ankommen, sondern im Gegenteil es immernoch Fälle entsetzlicher Gewalt gegen sie gibt. Die Gerüchteküche brodelt, das führt zu weiteren Ausschreiungen. In den Straßen patroulliert eine monoethnische, sprich nur aus Kirgisen bestehende Armee, die selbst noch Verbrechen begeht. Usbekische Ärzte behandeln keine Kirgisen und umgekehrt. Währenddessen sagt die kirgisische Regierung sie bräuchte keine Unterstützung aus dem Ausland, weil sie alles im Griff habe. Die Menschen vor Ort sehen das anders. Die Organisation Human Rights Watch hat einen erschütternden Bericht veröffentlicht, den man hier lesen kann.
Verfasst von: sarahreinke | 22. Juni 2010




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