Was ist eigentlich gerade in Weißrussland los?

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In Weißrussland – was von einigen als letzte europäische Diktatur bezeichnet wird – regt sich Protest. Tausende verzweifelte Menschen gehen auf die Straßen, mehr als 150 sind bereits verhaftete wurden. Der Auslöser der Proteste ist längst einem generellen Luftmachen über die desaströse Lage gewichen. Wie es ausgeht, ist bisher ungewiss. Unsere GUS-Referentin kommentiert.

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Ukraine/Russland: Chronik der Ereignisse im März 2017

Foto: Aliokhin via iStock

Sarah Reinke, unsere Russland-Spezialistin und Leiterin des Berliner GfbV-Büros, dokumentiert auf unserem Blog seit September 2014 jeden Monat die Menschenrechtssituation in Russland und der Ukraine. Alle Chroniken im Überblick gibt es hier: Russland-Ukraine-Chronik

22.03.2017

Hausdurchsuchung bei Delegiertem der krimtatarischen Volksversammlung

In Dmitrijevka (Dzhankoy Region, Krim) wurde das Haus von Remzi Muratov durchsucht. Muratov ist Delegierter des krimtatarischen Kurultai, der Volksversammlung der Krimtataren. Zair Smedljaev, selbst aktiv im Kurultaj und für die krimtatarische Nationalbewegung, erklärt dazu: „Meiner Ansicht nach ist diese Hausdurchsuchung eine direkte Folge dessen, was der Chef des russischen Sicherheitsrates Patruschew gestern auf einer Sitzung sagte. Die Ukraine versuche die Situation auf der Krim zu destabilisieren. In dieser Sitzung wurde angeblich erklärt, dass Muratov mit Lenur Islyamov, dem stellvertretenden Medschlis-Vorsitzenden in Kontakt war. Dies wurde dokumentiert“, kommentierte Smedlyaev für die Website “15 Minuten“.

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Indianischer Bürgerrechtler Peltier für immer hinter Gittern?

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Während die Welt nervös auf den Amtsantritt von Donald Trump als 45. US-Präsidenten schaute, waren der unschuldig inhaftierte indianische Bürgerrechtler Leonard Peltier und seine Unterstützer bereits am Boden zerstört. Barack Obama hatte den kranken Mann trotz aller Appelle nicht begnadigt. Nun organisiert sich die Unterstützerszene neu und rüstet sich wieder zum Kampf.

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Chile: Wenn die „Sprache der Erde“ verschwindet

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Täglich benutzen wir sie, ohne uns dessen meist bewusst zu sein: unsere Muttersprache. Wir streiten und vertragen uns mit ihrer Hilfe, wir machen Witze und teilen uns unserer Umgebung mit. Doch nicht jeder Mensch auf der Welt hat das Glück, seine Muttersprache so selbstverständlich zu benutzen. So auch die indigenen Mapuche in Chile und Argentinien, die um den Erhalt ihrer Sprache kämpfen.

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Die syrischen Dom: Eine unbekannte Volksgruppe auf der Flucht

Foto: idildemir via iStock [Symbolbild]

Fast täglich hören wir von syrischen Flüchtlingen. Sei es in Berichten über ihre Ankunft in Deutschland, in Nachrichten über Fluchtursachen und –wege oder im Zusammenhang mit dem sogenannten Flüchtlingsdeal mit der Türkei. Was dabei nicht beachtet wird ist, dass syrische Flüchtlinge keine homogene Gruppe darstellen. Unter ihnen sind viele Angehörige von Minderheiten: Christen, Yeziden, Assyrer/Aramäer/Chaldäer, Kurden. Und auch Dom.

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Ukraine/Russland: Chronik der Ereignisse im Februar 2017

Foto: Mordolff via iStock

Sarah Reinke, unsere Russland-Spezialistin und Leiterin des Berliner GfbV-Büros, dokumentiert auf unserem Blog seit September 2014 jeden Monat die Menschenrechtssituation in Russland und der Ukraine. Alle Chroniken im Überblick gibt es hier: Russland-Ukraine-Chronik

21.02.2017

Mehrere Festnahmen in Simferopol

Heute durchsuchten Angehörige der russischen Sicherheitskräfte das Haus von Marlen Mustafa im Bezirk Kamenka in Simferopol auf der Krim. Mustafa und sowie weitere Personen, die ihn unterstützten, wurden festgenommen. Darunter sind Osman Arifm, Remzi Bekirov, Ruslan Sulejmanov, Riza Izetov, Alim Karimov, Farid Abu Balid, Sejran Murtazaev. Insgesamt sollen zehn Personen festgenommen worden sein. Bei Mustafa zu Hause hielten sich seine Mutter und Mustafas viermonatiges Kind auf. Mustafa selbst wurde ins so genannte Zentrum E (Zentrum für die Bekämpfung des Extremismus) gebracht. Weiterlesen

#ChangeTheDate: Aboriginal People fordern Nationalfeiertag für ALLE Australier

Klare Ansage gegen Rassismus in den Straßen von Melbourne. Foto: Melbourne Street Avant-garde via Flickr

Noch immer gibt es nationale Feiertage wie den Kolumbustag (12. Oktober) oder den Australia Day (26. Januar), an denen die „Entdeckung“ Amerikas durch europäische Seefahrer oder eben die beginnende Besiedlung Australiens gewürdigt wird. Doch die Kritik an solchen Feierlichkeiten wird lauter. Auch in Australien.

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Eiszeit in Finnland

Foto: MicheleVacchiano via iStock

Die indigene Gemeinschaft der Sami in Finnland ist frustriert. Denn auch wenn es ihnen besser geht als vielen anderen indigenen Gruppen weltweit, ist ihre Situation alles andere als perfekt. Wirtschaftliches Interesse bedroht die Weideflächen ihrer Rentiere – und damit ihre Existenzgrundlage -, ihre Rechte als ethnische Minderheit werden von der finnischen Regierung nicht ernstgenommen und Kleinunternehmen schlagen Profit aus Produkten, die sie in einem schlechten Licht darstellen.

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Ukraine/Russland: Chronik der Ereignisse im Januar 2017

Foto: Viktord50 via iStock

Sarah Reinke, unsere Russland-Spezialistin und Leiterin des Berliner GfbV-Büros, dokumentiert auf unserem Blog seit September 2014 jeden Monat die Menschenrechtssituation in Russland und der Ukraine. Alle Chroniken im Überblick gibt es hier: Russland-Ukraine-Chronik

26.01.2017

Anwälte von Krimtataren verhaftet

Der Anwalt Emil Kurbedinov, der viele Krimtataren, die aus politischen Gründen verhaftet wurden, auf der Krim vertritt, wurde heute festgenommen. Gemeinsam mit seinem Kollegen Edem Semedljaev fuhr er gerade zu dem Haus von Seiran Saliev, einem Krimtataren, in dessen Haus eine Razzia stattfand. Ihr Wagen wurde gestoppt, Polizisten in Masken nahmen Kurbedinov mit.

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Von Wölfen umzingelt – Interview mit Salih Gado, einem syrisch-kurdischen Politiker

Straßenszene in Rojava. Foto: © Kamal Sido

Salih Gado[1], Mitglied der syrisch-kurdischen Allianz aus Qamishli, kommt regelmäßig seit 30 Jahren nach Europa, um von der Situation der Kurden in Nordsyrien, der Kornkammer Syriens, zu berichten und um Unterstützung bei der Umsetzung eines föderalen Systems, in dem alle Volksgruppen gleichberechtigt leben können, zu werben. Salih Gado hat ganz Syrien zu Fuß kennen gelernt und eine Zeit lang in Damaskus gelebt. Helmut Gabel von mehriran.de interviewte ihn mit sprachlicher Unterstützung des Nahostreferenten der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido.

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