Russland will UN Bericht stoppen

Auf 226 Seiten beschreiben UN-Experten die Lage in Geheimgefängnissen in den Staaten des Nahen Ostens, in Osteuropa und Asien. Initiiert wurde der Bericht nach Reporten über die entsetzlichen Zustände in Geheimgefängnissen, die von den USA unterhalten werden. Aber auch in Russland und besonders in Tschetschenien gibt es Geheimgefängnisse. In dem Bericht werden Tschetschenen zitiert, die in diesen Kellern systematisch gefoltert wurden. Dass diese Belege für schwerste Menschenrechtsverletzungen nun veröffentlicht werden sollen, empört Russland. Die russische UN-Delegation setzt sich dafür ein, dass der Report nie auf die offizielle Internetseite der UN gesetzt wird. In Gudermes, Tsenteroi und auch Schali gibt es diese Geheimgefängnisse, von denen Menschenrechtsorganisationen schon lange wissen. Dass sie nun aber in einem UN Bericht ganz offiziell benannt werden, ist für die Menschenrechtler in Tschetschenien ein Erfolg und für die russische Regierung eine Blamage. Der Bericht sei „konfrontativ“ teilte der russische Sprecher denn auch mit. Am 8. März soll der Text veröffentlicht und im Rahmen der Sitzung des UN-Menschenrechtsrates diskutiert werden. Russland hätte mit seiner Forderung nur eine Chance, wenn die Mehrheit der 47 Ratsmitglieder sich anschließen würde.

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