online-Unterschriftenaktion gegen „Todesprojekt“ Belo Monte

Text: Daniel Doerk

Wie wir Mitte Februar 2010 bereits berichteten, hat Brasiliens Präsident Lula da Silva die Genehmigung für den Bau des Belo Monte-Projekts gegeben. Damit scheint der Weg für den drittgrößten Staudamm der Welt frei und eine Ausschreibung für Unternehmen steht kurz bevor.

Die 20.000 vom Staudamm direkt betroffenen Menschen wehren sich indes weiter und demonstrieren vor Ort und in der Hauptstadt Brasilia. Wir wollen sie bei ihrem Protest unterstützen und haben deshalb eine online-Unterschriftenaktion ins Leben gerufen. Auf der Internetseite der Gesellschaft für bedrohte Völker e.V. können Sie mit Ihrer Unterschrift dem Protest noch mehr Gewicht geben. Jede Stimme zählt, wenn wir die Liste an Präsident Lula da Silva schicken.

Unterstützen Sie uns und damit die indigenen und traditionellen Gemeinschaften am Rio Xingú. Die Vernichtung ihres Lebensraums muss verhindert werden!

Hier geht es zur online-Unterschriftenaktion.

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5 Gedanken zu “online-Unterschriftenaktion gegen „Todesprojekt“ Belo Monte

  1. „Fest steht, dass der Belo Monte-Staudamm ca. 500 km² Regenwald überfluten und damit die Lebensgrundlage vieler traditioneller und indigener Gemeinschaften zerstören würde.“

    Das ist völliger Nonsense! Bitte seriösere Aktionen, die gerade im Moment sehr wichtig wären!

  2. Mich interessiert bei diesem Kommentar zweierlei:

    1) Die von unserem Kollegen recherchierte Zahl wird in Frage gestellt. Nun gut, dann beziffern Sie doch bitte die ökologischen Ausmaße des Staudamm-Projektes! Oder finden Sie die genannten Quadratkilometer-Zahl so ungeheuerlich groß, dass Sie sich das nicht vorstellen können?

    2) Was ist denn aus Ihrer Sicht eine im Moment dringendere Aktion? Ilisu? Gerne. Chinas Staudamm-Projekte? Auch gerne. Evenenken? Auch dazu arbeiten wir. Wie zu vielen anderen wichtigen dringenden Themen. Wenn Ihnen dabei noch Themen fehlen, immer her damit!

    Mit freundlichen Grüßen,

    Joachim Fulda

  3. „Das ist völliger Nonsense! Bitte seriösere Aktionen, die gerade im Moment sehr wichtig wären!“

    Was genau soll Nonsense sein? Die Zahl? Die Aktion?
    Bitte um Aufklärung.

    Viele Grüße,
    Daniel Doerk

    • die Flächen, die durch Belo Monte überschwemmt werden, sind heute KEIN Regenwald mehr.
      Und HIER leben auch keine Indios – nur danach, in der Volta Grande.

      • Wie wir am 16. Februar 2010 bereits berichteten werden Regenwald UND landwirtschaftliche Anbauflächen zerstört.
        Eine Mitarbeiterin von uns hat drei Monate in dem Gebiet am Rio Xingú verbracht und konnte uns bestätigen, dass durchaus primärer und sekundärer Regenwald überflutet werden würde.

        Und ob hier Indigene leben oder nicht, ist eine Frage der Definition. Entscheidend ist, dass sie das gesamte Gebiet für die Jagd und den Fischfang nutzen, was im Falle einer Überflutung nicht mehr möglich sein wird. Damit wäre ihre Lebensgrundlage zerstört.

        Viele Grüße,
        Daniel Doerk

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