Politische Lobbyarbeit der GfbV zum Sudan – Aktuell!

Gemeinsam mit OXFAM, World Vision, der Welthungerhilfe, amnesty international und dem Evangelischen Entwicklungsdienst und vier Bundestagsabgeordneten von FDP, SPD, CDU und Grünen hatte die GfbV am 4. März 2010 Parlamentarier zu einem Frühstück eingeladen, um sie über die aktuelle sich stetig verändernde Lage in Darfur, im Südsudan und im Norden des Landes zu informieren.

Der Zuspruch war sehr gut, 13 Parlamentarier, 17 Mitarbeiter von Abgeordneten und 20 Vertreter von Nichtregierungsorganisationen nahmen an dem Treffen in einem übervollen Sitzungssaal des Bundestages teil. Geleitet wurde der Morgen von dem neuen EKD-Beauftragten für den Sudan, Volker Faigle, mit dem unser Afrikareferent Ulrich Delius schon seit vielen Jahren in Kontakt steht. Unter den Teilnehmern waren die ehemalige Staatsministerin im Auswärtigen Amt, Kerstin Müller (Grüne), ihr Amtsnachfolger Gernot Erler (SPD), die frühere BMZ-Ministerin Wieczorek-Zeul, Selle (CDU), Marina Schuster (FDP), Strässer (SPD), van Aken (Die Linke). Bei dem Frühstück sprachen zwei Referentinnen, Marina Peter vom Sudan Netzwerk der europäischen Kirchen und Annette Weber von der Stiftung Wissenschaft und Politik, die beide gerade aus dem Sudan zurückkamen und über die jüngsten Entwicklungen berichten konnten. Die Parteien beraten gerade über einen gemeinsamen Entschließungsantrag zum Sudan. Kurzum, es war eine gelungene Sache und das gemeinsame Frühstück soll in regelmäßigen Abständen stattfinden mit dem Ziel die Abgeordneten zu mehr Sudan-Aktivitäten zu drängen.

Im Anschluß an das Frühstück hatte die GfbV zusammen mit den anderen Organisationen noch einen längeren Termin mit 15 Abgeordneten und Mitarbeitern der Linken zum Sudan. Sie dürfen wegen Einspruchs der CDU nicht an dem interfraktionellen Antrag teilnehmen und wir haben mit ihnen besprochen, mit welchen Themen sie die Sudan-Arbeit der EU im Bundestag kritisch hinterfragen können.


(Foto: Eva Lutter/GfbV)

Am 07. Januar 2010 beteiligte sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bereits an einer Aktion für den Frieden im Sudan. Anlässlich des fünften Jahrestages des Friedensabkommens zwischen Nord- und Südsudan (09.01.) haben Amnesty International und die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor einem Scheitern des Friedensprozesses im Südsudan gewarnt. Gemeinsam mit Sudanesen trommelten Mitglieder beider Menschenrechtsorganisationen auf alten Ölfässern am Donnerstag in Berlin vor dem Brandenburger Tor, um auf die wachsende Gefahr eines neuen Krieges aufmerksam zu machen. Der Streit um die Kontrolle des Öls heizt im Sudan immer wieder Konflikte an. Mit einem großen Berg alter Schuhe erinnerten sie an die zwei Millionen Opfer der Kriege zwischen Nord- und Südsudan in den vergangenen 55 Jahren und mahnten: Europa müsse dringend mehr tun, um ein Scheitern des Friedensprozesses zu verhindern.

Weitere Fotos von der Menschenrechtsaktion „Frieden für Sudan“ der GfbV und Amnesty International am 7. Januar 2010 in Berlin.

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