Greenpeace gegen Nestlé – Have A Break!

Eben bekam ich eine sehr schöne Nachricht – der Widerstand gegen Palmölproduktion zeigt erste Wirkung. Auf grafiker.de erschien am gestrigen 18.3.10 folgender Bericht zu Greenpeace Erfolgen in Indonesien:

„Kitkat – ein süßer Riegel mit bitterem Beigeschmack. So heißt es von Seiten Greenpeace. Dass die Umweltschutzorganisation gerne zu unsanften Mitteln greift, um ihre Botschaft populär zu machen, zeigt sich auch an diesem Video:

Hintergrund der Werbeaktion gegen Nestlé ist, dass der Lebensmittel-Riese indonesisches Palmöl benutzt. Nestlé ist die größte
Lebensmittel- und Getränkefirma der Welt. Dazu Greenpeace: „Die Firma ist ein großer Abnehmer mit steigender Tendenz. Laut eigener Aussage hat sich ihr Palmölverbrauch in den letzten Jahren auf 320.000 Tonnen verdoppelt, die für die Herstellung namhafter Produkte verwendet werden, darunter der Schokoriegel KitKat. Alle fünf Minuten werden davon so viel
Stück produziert, dass man mit den aufeinandergeschichteten Riegeln locker den Eiffelturm nachbauen könnte“. Für das wertvolle Palmgold werden die letzten Urwälder Indonesiens abgeholzt und somit auch der Lebensraum vieler Orang Utans zerstört. Dies setzt Greenpeace in schockierender Art im Video um.

Die Aktion war erfreulicherweise aber von Erfolg gekrönt: Greenpeace konnte erwirken, dass Nestlé ihren bestehenden Vertrag mit der umstrittenen Firma Sinar Mas kündigte.“

Die AFP meldete ebenfalls dazu (AFP, 18.3.10):

Nach Kritik: Nestlé kündigt Vertrag mit Palmöl-Firma

Jakarta — Nach Kritik der Umweltschutzorganisation Greenpeace hat der Lebensmittelkonzern Nestlé seine Zusammenarbeit mit dem umstrittenen indonesischen Palmölproduzenten Sinar Mas aufgekündigt. Nestlé teilte mit, es habe Sinar Mas durch einen anderen Palmöl-Hersteller ersetzt. Laut Greenpeace verletzt Sinar Mas internationale Standards und indonesisches Recht, ist an Landkonflikten beteiligt und rodet wertvolle Regenwälder in Orang-Utan-Gebieten. Die Umweltschutzorganisation hatte
Nestlé daher vorgeworfen, zur Zerstörung des indonesischen Urwalds und damit zur Vernichtung der Lebensgrundlage der bedrohten Orang-Utans beizutragen.

Auch die großen Lebensmittelkonzerne Unilever und Kraft hatten ihre Verträge mit Sinar Mas bereits gekündigt. Palmöl wird etwa bei der Herstellung von Schokoriegeln oder Keksen genutzt. Der Direktor der Sinar-Mas-Tochterfirma Smart, Daud Dharsono, sagte der Nachrichtenagentur AFP, sein Unternehmen sei zum Dialog mit Greenpeace bereit. Smart beachte die Regeln zum nachhaltigen Anbau von Ölpalmen, versicherte der Manager.

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Ein Gedanke zu “Greenpeace gegen Nestlé – Have A Break!

  1. Palmöl: Kontroverse zwischen Greenpeace und Nestlé geht weiter

    Berlin > “Die gute Nachricht für Indonesien, alle Nestlé-Kunden und Greenpeace: Nestle in Indonesien hat die Zusammenarbeit mit Sinar Mas
    zwischenzeitlich beendet. Und auch in keinem anderen Land kooperiert das Unternehmen mit diesem Lieferanten.” Das hatten wir am Donnerstag berichtet und uns dabei auf eine Angabe von Nestlé berufen. Dem
    indonesische Konzern wird vorgeworfen, beim Anbau von Palmöl der Urwaldzerstörung Vorschub zu leisten.

    Inzwischen teilte Greenpeace-Sprecher Björn Jettka gegenüber CSR NEWS mit: Nestlé bezieht weiterhin Palmöl von Sinar Mas – allerdings über
    Zwischenhändler wie Cargill und andere. Von Nestlé war dazu keine Stellungnahme zu bekommen.

    Greenpeace kritisiert auch den Roundtable on Sustainable Palmoel (RSPO).
    Die im RSPO zusammengeschlossenen Unternehmen tun nach Überzeugung der
    Naturschützer nicht genug, um die Urwaldzerstörung in Indonesien zu
    stoppen. Torfböden würden mit den RSPO-Kriterien nicht geschützt. Auch
    von dem ersten RSPO-zertifizierten Palmöl im November 2008 zeigte sich Greenpeace nicht überzeugt. An dessen Produktion sei eine in
    Landkonflikte verwickelte Firma beteiligt gewesen, die ihre Plantagen zudem auch in Orang-Utan-Gebieten geschützten Seengebiete anlege.

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