Usbekistan befreit sich von Flüchtlingen

Reuters Foto, Flüchtlingsfrau an Grenze zu Usbekistan

Reuters Foto, Flüchtlingsfrau an Grenze zu Usbekistan

Bis zu 100.000 Flüchtlinge überquerten zwischen dem 10.und 14. Juni die Grenze zu Usbekistan. Heute sind die schnell errichteten Lager leer. Die usbekischen Behörden haben ihre Landsleute aus Kirgisien massiv unter Druck gesetzt, zurückzukehren. Den Flüchtlingen wurde Gewalt angedroht, sollten sie nicht innerhalb von 24 Stunden nach Kirgisien zurückkehren. Dort ist die Lage nach wie vor unsicher, Häuser sind zerstört, es gibt zu wenig Nahrungsmittel und ärztliche Versorgung. Human Rights Watch hat auch in den letzten Tagen Fälle von Diskriminierung und Bedrohung von Usbeken durch Kirgisen dokumentiert. Außerdem gehen die kirgisischen Soldaten und Polizisten bei Razzien in usbekischen Vierteln von Osch gewaltsam vor. Fälle von Plünderungen, Schlägen, willkürlichen Festnahmen und Folter in Untersuchungshaft wurden dokumentiert. Deshalb fordert HRW eine OSZE Polizeimission für die Region. Eine Forderung, die die GfbV nachdrücklich unterstützt.

Der Repräsentant von Unicef in Kirgisien, Jonathan Veitch beschreibt in einem Interview, dass humanitäre Hilfe dringend nötig sei. Am wichtigsten im Moment sei der Wiederaufbau von Häusern und Wohnungen. Viele der Flüchtlinge lebten bei Verwandten auf engstem Raum oder in Ställen. Viele Kinder seien traumatisiert und es sei nicht genug Geld da, um den Menschen zu helfen, so Veitch.

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