Menschenrechtslage in den Nordkaukasusrepubliken: Tschetschenien, Inguschetien & Dagestan

In den drei Nordkaukasusrepubliken Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan herrschen praktisch bürgerkriegsähnliche Zustände. Beinahe täglich werden Selbstmordattentate oder Sprengstoffanschläge verübt, es kommt zu gewaltsamen Zusammenstößen zwischen Polizei und Kämpfern, die sich aus islamistischen Gruppierungen rekrutieren. Darauf antworten die Regierungen mit Gegengewalt.

In Tschetschenien wurden 2009 bei 58 Anschlägen 280 Menschen getötet, in Inguschetien starben 319 Menschen bei 49 Terroranschlägen. Die Welle der Gewalt ist inzwischen auch in die Republik Dagestan übergeschwappt und nimmt dort immer weiter zu. Allein im März 2009 kamen bei Gefechten 21 Menschen ums Leben. Auch kleinere Republiken, die bislang nicht so sehr vom Terror in Mitleidenschaft gezogen worden waren, sind inzwischen Ziel der Terroristen: In Karbadino-Balkarien starben 23 Menschen, in Karatschewo-Tscherkessk vier Personen.

Weiterhin ist die Zahl der Morde, Drohungen und Schikanen gegen Menschenrechtler und Journalisten in den letzten Monaten massiv angestiegen. Am 15. Juli wurde Menschenrechtlerin Natalia Estemirova, die im tschetschenischen Büro von Memorial arbeitete, in Grozny entführt und später am selben Tag tot im benachbarten Inguschetien aufgefunden. Bis heute sind die Mörder und ihre Hintermänner auf freiem Fuß.

Weitere Infos:

Mann kann hier bei der GfbV Webseite den ganzen Artikel über den Menschenrechtslage in Tschetschenien, Inguschetien und Dagestan runterladen.

Hier findet mann die Pressemitteilung von der GfbV über den 15. Jahrestag des Mordes an Natalja Estemirow.

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