BRASILIEN: BELO MONTE darf NICHT passieren!

Belo Monte = Belo MonstroIm Rahmen des FAQ-Berichts über das Belo Monte Staudammprojekt, der bereits die Fragen beantwortete: was ist das Belo Monte Staudammprojekt, wer sind die Unterzeichner der Abschlusserklärung des Protestcamps von Altamira und die Betroffenen, welche ökologischen und sozialen Folgen hat das Bauvorhaben und warum Belo Monte erst der Anfang ist, wird heute die Frage geklärt, welche Alternativen sich Brasilien bieten.

Außerdem empfiehlt die GfbV die von der Schauspielerin Sigourney Weaver, Unterstützerin des Protests gegen Belo Monte, erzählte Videoproduktion (Klick hier!) von Amazon Watch, International Rivers und Movimento Xingu vivo para sempre, die ausführlich und eindrucksvoll die Auswirkungen des Staudammprojekts demonstriert.

Welche Alternativen bieten sich Brasilien?

Studien der brasilianischen Sektion der Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund of Nature) im Jahr 2007 haben ergeben, dass das Land durch die Verbesserung der Energieeffizienz seinen Energiebedarf um 40 Prozent reduzieren könnte. Die Erneuerung von Stromleitungen, um den Energieverlust bei der Übertragung einzuschränken, die Überholung und Wartung alter Generatoren und das Ersetzen von Haushaltsgeräten mit erhöhtem Energiebedarf bieten sich als wirksame Mittel. Überholte Geräte finden sich dabei nicht ausschließlich in Privathaushalten. Auch staatliche Behörden und öffentliche Einrichtungen zählen zu den Verbrauchern. Der brasilianische Staat, als Träger der Institutionen, könnte beispielsweise durch den Austausch von Geräten mit sehr hohem Verbrauch den Energiekonsum im Land senken. Es empfiehlt sich des Weiteren, die Bedeutung erneuerbarer Energien, wie Biomasse oder Wind- und Solaranlagen zu fördern. Im Einzelnen schlägt WWF Brasilien vor, elektrische Wassererhitzer durch Sonnenkraftbetriebene Systeme zu ersetzen. Weiterhin ist es Brasilien möglich, in bereits existierende Wasserkraftanlagen zu investieren. Tausende Megawatt könnten so ins Stromnetz eingespeist werden, ohne einen weiteren Fluss zu zerstören.
Die Bewertung von Großstaudämmen durch die Welt-Staudamm-Kommission verdeutlicht die Nachteile riesiger Wasserkraftanlagen. Demnach kosten die Großprojekte wesentlich mehr als zuvor angenommen wird und erzeugen weniger Energie als geplant ist. Zudem sind die Eingriffe in die Natur enorm und irreparabel. Die Kommission stellte außerdem in den bereits betroffenen Regionen eine zunehmende Verarmung fest. Von Bedeutung ist weiterhin die Tatsache, dass Großstaudammprojekte aufgrund ihrer langen Bauzeiten und der geringen Ausbaumöglichkeiten der Anlagen im Gegensatz zur Flexibilität, die die Entwicklungen des Energiemarktes verlangen, stehen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt weiterhin die Protestbewegung mit einer Unterschriftenliste gegen das Belo Monte Staudammprojekt. Über deine Unterstützung würden wir uns sehr freuen: Klick hier!

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3 Gedanken zu “BRASILIEN: BELO MONTE darf NICHT passieren!

  1. […] Im Rahmen des FAQ-Berichts über das Belo Monte Staudammprojekt wurden bereits die Fragen beantwortet: was ist das Belo Monte Staudammprojekt, wer sind die Unterzeichner der Abschlusserklärung des Protestcamps von Altamira und die Betroffenen, welche ökologischen und sozialen Folgen hat das Bauvorhaben, warum Belo Monte erst der Anfang ist und welche Alternativen sich Brasilien bieten. […]

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