„Zwischen uns der Krieg“ – eine innere Grenzziehung


Jasmila Zbanics Film „Zwischen uns das Paradies“ verstört. Denn dieser zeigt, warum in einer Nachkriegsgesellschaft der Kampf noch nicht vorbei ist. Der Film erzählt von einem kinderlosen Paar im Nachkriegs-Sarajewo. Luna arbeitet als Flugbegleiterin, ihr Mann Amar als Fluglotse. Nach außen scheinen sie ein perfektes Paar zu sein. Nur ihr größter Wunsch nach Nachwuchs will nicht in Erfüllung gehen. Als der Mann wegen Alkoholismus vom Dienst suspendiert wird, driftet er über seinen alten Kriegskameraden Bahrija zusehends in eine wahabitische Fundamentalistengruppe ab. Amar fühlt sich mehr und mehr von dieser Gemeinschaft angezogen. Luna aber will ihm nicht folgen. Es ist ein intensives Drama über die Traumata des Bosnienkrieges und die Flucht eines Mannes in den radikalen Islamismus, der die Liebe des Paares zerstört. Der Krieg in Bosnien? Vorbei! Aber die Folgen haben sich in die Seele gefressen und Wunden hinterlassen, die jederzeit wieder aufbrechen können. Der Film läuft momentan in deutschen Kinos und ist empfehlenswert!

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