Drei Veranstaltungshinweise

Text: Miriam Horst

Informationsabend zu Yasuní in Frankfurt

Informationsabend zu Yasuní in Frankfurt

Die GfbV möchte Sie auf eine Reihe interessanter Veranstaltungen aufmerksam machen. Im Oktober finden sowohl ein Informationsabend und ein Pressegespräch zu dem Thema der ecuadorianischen Initiative des Regenwaldschutzes, als auch die Tagung zu den Rechten Indigener Völker statt.

Informationsveranstaltung „Lasst das Öl im Boden!

Die Dezernentin für Umwelt und Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main, Dr. Manuela Rottmann und das Klima-Bündnis e.V. laden herzlich zu einem Informationsabend über die Yasuní-Initiative der ecuadorianischen Regierung ein.

Dabei geht es um den 2007 gemachten Vorschlag Ecuadors, etwa 900 Barrel Erdöl, die sich unter dem artenreichen Yasuní-Nationalpark im Nordosten des Landes befinden, nicht zu fördern, wenn die Hälfte der zu erwartenden Einnahmen durch die internationale Staatengemeinschaft erstattet wird.

Obwohl sich anfangs deutsche Politiker fraktionsübergreifend einig waren, die Initiative mit bis zu 50 Millionen Euro jährlich zu unterstützen, erteilte Dirk Niebel (Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, FDP) nun am 14. September 2010 der deutschen Beteiligung am Anfang August eingerichteten Treuhandfonds überraschend eine Absage. Wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in ihrer Pressemitteilung vom 17. September kritisierte, ist die brüske Ablehnung ein herber Rückschlag für das innovative Projekt der ecuadorianischen Regierung, das nicht nur den Regenwald, sondern auch die dort lebenden indigenen Völker schützt.

Über die Situation im Regenwald und ihre Einschätzung zur Yasuní-Initiative berichten an diesem Abend die beiden Ecuadorianer Ermel Chávez, Präsident der „Frente de Defensa de la Amazonía“ (Front für die Verteidigung des Amazonasgebiets) sowie Victor López, Ethnologe bei der Organisation „EcoCiencia“ und Experte für nachhaltige Entwicklung.

Weitere Gäste, die über die Auswirkungen unseres Energiekonsums und mögliche Alternativen diskutieren, sind:
Dr. Matthias Jenny, Direktor des Palmengartens
Dr. Volker Mosbrugger, Direktor des Forschungsinstituts und Naturmuseums Senckenberg (angefragt)
Thomas Brose, Geschäftsführer des Klima-Bündnis e.V.

Wann? Freitag, 08. Oktober 2010, 19-21 Uhr
Wo? Johann Wolfgang Goethe-Universität
Großer Hörsaal der Biologie
Siesmayerstr. 70
60323 Frankfurt am Main

Bei Interesse senden Sie bis zum 01. Oktober eine Email mit dem Betreff „Yasuni“ an umweltforum-rhein-main@web.de

Drei Tage vorher sind Ermel Chávez und Victor López ebenfalls bei einem Pressegespräch in Brüssel zu Gast um gemeinsam mit Claude Turmes, Mitglied des Europäischen Parlaments, zu erörtern, wie die Yasuní-Initiative die EU bei der Erreichung ihrer Klimaschutzziele unterstützen kann.

Wann? 05. Oktober 2010
Wo? House of Cities
1, square de Meeûs
1st floor, Room: Trône
1000 Brussels


Achte Tagung zu den Rechten indigener Völker

Auch wenn die Klimakonferenz in Kopenhagen im Hinblick auf ein international verbindliches Abkommen eher enttäuschend war, so gab es für die indigenen VertreterInnen doch zumindest einen Teilerfolg: Im Abschlusstext zu REDD (Reducing Emissions from Deforestation and Forest Degradation) wird die Bedeutung der indigenen Völker anerkannt und ihre Einbindung gefordert.

Was bedeuten diese kleinen Erfolge auf der lokalen Ebene? Wird sich die Situation der indigenen Völker dadurch spürbar ändern? Mit VertreterInnen der relevanten Bundesministerien, indigenen RepräsentantInnen und Organisationen aus dem Umwelt- bzw. entwicklungspolitischen Bereich werden zum einen Forderungen und Perspektiven der indigenen Organisationen auf internationaler Ebene vorgestellt sowie Möglichkeiten zur Unterstützung erörtert.

Es laden Sie herzlich ein:
Sabine Schielmann, Institut für Ökologie und Aktions-Ethnologie (infoe), Münster
Dr. Theodor Rathgeber, Deutscher Koordinationskreis ILO 169, Kassel
Silke Lunnebach, Europäische Geschäftsstelle des Klima-Bündnis, Frankfurt am Main
Peter Bednarz, Evangelische Akademie Villigst, Schwerte

Wann? Donnerstag, 30. September bis Samstag, 02. Oktober
Wo? Alte Feuerwache Köln
Melchiorstr. 3
50670 Köln

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