Weiterer Erfolg im Darfur-Projekt

Anke Culemann mailte diese Tage, dass ihr Hilfsprojekt für Darfur weitere Fortschritte macht. Bisher waren 45 Solarkocher eingeworben.
Im November kamen nun nochmal 20 Kocher für insgesamt 400 Euro dazu, sodass es jetzt insgesamt 65 Solarkocher sind.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker kooperiert bei der Solarkocher-Aktion mit der von Darfuris geführten Darfur Peace Camp. Die Spenden von der GfbV gehen an die Organisation Darfur Peace Camp Development, die mit den Spenden vor Ort Materialien kauft und mit den Menschen in den Lagern Schulungen durchführt, wie man die Solarkocher zusammenbaut und sie benutzt.

Um möglichen Vorbehalten gegen über der Solarkocher-Technik
entgegenzuwirken, lehrt DPDO vor Ort in einem dreitägigen Lehrgang, wie man selber Solarkocher herstellt. Die Teilnehmer werden mit den Materialien (Topf, Plastiktüten, Pappe, Aluminiumfolie, Kleber und Rezeptbuch) ausgestattet. In den Lehrgängen malen sie dann die Kocher schwarz an, damit diese mehr Wärme aufnehmen können.

Abgesehen davon, dass die Kosten für das Verschicken von Solarkochern zu hoch wären, ist es für DPDO wichtig, dass die Darfuris selber welche herstellen können, mit Materialien, die sie auf lokalen Märkten erwerben können. Katherine Naugle von DPDO schrieb neulich: „We like the pre-made cookers too, but for an area like Darfur, it is extremely difficult to be able to predict when shipments will arrive. Because they learn how to make their own solar cookers, they do not have to wait long periods for shipments to arrive once their solar cooker wears out, they can just make another one.“

Die Absolventen der Kurse werden dazu angehalten, ihr Wissen mit ihren Nachbarn zu teilen. Die Teilnehmer tragen sich auf Anwesenheitslisten ein, so dass die Anleiter wissen, wer die Workshops belegt hat. Wenn ein Anleiter jemanden informell zeigt, wie man die Kocher herstellt, erscheint dessen Name nicht auf einer Liste.

Aktuell ist die Organisation DPDO am meisten in Nord-Darfur aktiv ist, vor allem in den Flüchtlingslager in den Regionen Al Fasher, Kutun und Melit. Es gibt aber auch Solarkocher-Workshops in Nyala in Süd-Darfur und in Omdurman, das in der Nähe von Khartoum liegt.

Hier kann man sehen, in welchen Flüchtlingscamps die Schulungen mit den Solarkochern von den Spenden gerade laufen.

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