Stadt Göttingen unterzeichnet Kooperationsvereinbarung0

Mit Bedauern hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf reagiert, dass die schwierige Menschenrechtslage in Nanjing in der Kooperationsvereinbarung Göttingens mit der chinesischen Partnerstadt ignoriert wird. „Göttingen hat eine Chance verspielt, sich konkret für eine Verbesserung der Menschenrechte in Nanjing einzusetzen“, kritisierte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Freitag. „Als Universitätsstadt und Heimat der Göttinger Sieben hätte es der Stadt an der Leine gut angestanden, sich konkret für die Freilassung inhaftierter Universitätsdozenten, Schriftsteller und Journalisten in Nanjing einzusetzen.“

„In Hamburg, der Partnerstadt von Schanghai, ist man da schon weiter“, berichtete Delius. „In der Hamburger Koalitionsregierung wird offen darüber beraten, wie man sich wirksam für inhaftierte politische Gefangene in der Partnerstadt engagieren kann. Dabei hat die Partnerschaft mit Schanghai eine viel größere wirtschaftliche Bedeutung für die Hansestadt als Nanjing für Göttingen.“

Die Verleihung des Friedensnobelpreises an Liu Xiaobo hat deutlich gezeigt, wie wichtig es ist, dass das Ausland mit immer neuen Impulsen die Demokratisierung in China fördert. Nicht nur in Peking werden führende Intellektuelle wie Liu Xiaobo in Unrechtsverfahren zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. „Wer für Menschenrechte in China wirksam eintreten will, hat dazu auch in Nanjing viele Möglichkeiten“, sagte Delius.

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