Hörenswerte Sendung zum Uranabbau im Niger von Bettina Rühl

Ausgerechnet Ureinwohnergemeinschaften in den entferntesten Regionen der Welt verlieren ihr angestammtes Land, um auch unsere Energieversorgung – hier in Deutschland – sicherzustellen. Auf allen Kontinenten liegen Uranminen und Atommülldeponien oft auf dem Gebiet indigener Völker: Die Havasupai- und Lakota-Indianer in den USA leiden darunter genauso wie die Inuit in Kanada, die Aborigines in Australien, Sami in Schweden, Tuareg in Niger, Tibeter, Uiguren und Mongolen in China, Papua in Westpapua/Indonesien und indigene Völker in Vietnam.

Sie alle sind den verheerenden Folgen der Uranförderung meist schutzlos ausgesetzt. Sie wissen oft nicht einmal, wie gefährlich es für sie ist, in einer Mine zu arbeiten oder in der Nähe einer Abraumhalde zu leben. Gefährliche Landstriche sind meist gar nicht erst gekennzeichnet. Das nutzen Bergwerksbetreiber aus. Sie sparen sich teure Sicherheitsvorkehrungen und profitieren von billigen Arbeitskräften, für deren Gesundheit und Leben sie keine Verantwortung übernehmen wollen.

Qualvoll sterben Arbeiter an Krebs, Kinder kommen verkrüppelt zur Welt, leiden an schrecklichen Hautausschlägen, wenn sie mit dem giftigen, radioaktiven Staub aus den Bergwerken oder Atommülldeponien in Berührung kommen. Das Trinkwasser und ganze Regionen sind radioaktiv verstrahlt. Die Menschen sind der unsichtbaren Gefahr dort oft ahnungslos ausgeliefert. Dieses Szenario ist nicht nur im indischen Jadugoda bittere Realität, wie uns unser Gast, der Adivasi Punit Minz, im August mit einem erschütternden Film vor Augen geführt hat. Auch auf dem Land der Tuareg in Niger wird unter ganz ähnlichen Umständen Uran gefördert.

Auf SWR 2 lief am Dienstag, den 11. Februar eine aufschlussreiche Reportage von Bettina Rühl über die Folgen des Uranabbaus . Hier nachzuhören.

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