Handbuch der Menschenrechtsarbeit in neuer Auflage erschienen

Dieser Tage erschient in Verantwortung der Friedrich-Ebert-Stiftung die Neuauflage des Handbuchs der Menschenrechtsarbeit. Im Vorwort heißt es:

„Mehr als 14 Jahre nach dem Erscheinen der ersten Auflage im Frühjahr 1996, die seinerzeit von Pia Bungarten und Ute Koczy herausgegeben wurde, liegt nun das Handbuch der Menschenrechtsarbeit in der sechsten, völlig überarbeiteten Auflage vor. Mit jeder Auflage wurde das Handbuch umfangreicher und zeugt heute in umfassender Art und Weise von dem profunden Menschenrechtsschutzsystem in Deutschland, Europa und auf internationaler Ebene.

Die Bedeutung und die Bedingungen der Menschenrechtsarbeit haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Der Menschenrechtsschutz steht vor großen und vielfältigen Herausforderungen, die mit den Stichworten Terror und Terrorismusbekämpfung, Staatszerfall und Gewaltökonomien, Globalisierung und Armut sowie der vielfach eingeforderten menschenrechtlichen Verantwortung des Privatsektors nur unzureichend benannt werden.“

„Selbst längst etablierte Menschenrechtsnormen wie das absolute Folterverbot sind nicht davor gefeit, angetastet zu werden. Die Menschenrechte müssen daher immer wieder verteidigt werden, und ihre Wahrung hängt davon ab, dass sie ständig und nachdrücklich eingefordert werden. Die Achtung, der Schutz und die Umsetzung der Menschenrechte sind und bleiben eine Daueraufgabe.

Gleichzeitig hat sich die Menschenrechtsarbeit auch und gerade von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) weiterentwickelt. Diese dokumentieren weltweit Menschenrechtsverletzungen, setzen sich auf koordinierte Weise für den Schutz von Betroffenen und Hinterbliebenen ein, engagieren sich verstärkt in der Menschenrechtsbildung, betreiben unermüdlich Lobbyarbeit für die Menschenrechte und nutzen gezielt die nationalen wie internationalen Instrumente des Menschenrechtsschutzes.

Das Handbuch der Menschenrechtsarbeit, das in enger Zusammenarbeit mit dem FORUM MENSCHENRECHTE erscheint, führt in die Menschenrechte und die Menschenrechtsarbeit von NGOs, staatlichen Institutionen und internationalen Organisationen ein. Etliche Beiträge sind sehr praxisorientiert und sollen all jenen, die ehren- oder hauptamtlich Menschenrechtsarbeit leisten, notwendiges Wissen für politische Lobbyarbeit vermitteln. Wer ist in Deutschland für die Gestaltung der Menschenrechtspolitik zuständig? Wie gestaltet sich Menschenrechtspolitik auf europäischer Ebene? Wie
arbeitet der Internationale Strafgerichtshof? Und was leistet der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen?
Dies alles sind Fragen, die mit Hilfe des Handbuches beantwortet werden sollen.

Andere Artikel greifen theoretische Konzepte oder Gedankengänge auf und diskutieren ihre Bedeutsamkeit für den Menschenrechtsschutz heute. Besonders hervorzuheben ist ein neues Kapitel zum Thema „Wirtschaft und Menschenrechte“, in dem Diana Burghardt, Brigitte Hamm und Christian Scheper politische Steuerung in Zeiten
der Globalisierung sowie die menschenrechtliche Verantwortung von Unternehmen diskutieren.“

Hier gehts zum link.

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