Landnutzungsprojekte in der Pine Ridge Reservation in South Dakota (USA)

,,Der Bison – Tatanka –zusammen mit dem Land erinnert uns Lakota an unsere Vergangenheit und unsere Stärke. Unsere Geschichte erzählt von einer Zeit, als uns der Bison aus der alten Welt der Dunkelheit in das Licht der heiligen He Sapa ( Black Hills ) führte"- Henry Red Cloud (Foto: Village Earth)

Die Pine Ridge Reservation befindet sich im Südwesten des US-amerikanischen Bundesstaats South Dakota. Hier leben über 26.000 Oglala Lakota auf einer Fläche von ca. 11.000 km². Pine Ridge zählt zu einer der ärmsten Regionen der USA, die Arbeitslosenrate beträgt saisonal bis zu 80 Prozent.
Im 19. Jahrhundert wurden die Verträge über die Landrechte, die zwischen der amerikanischen Regierung und den Lakota geschlossen wurden, von Seiten der Regierung immer wieder gebrochen. Dies geschah vor allem deshalb, um Bodenschätze abbauen oder um den Einwanderern fruchtbaren Boden zuteilen zu können. Viele Lakota besitzen zwar Land, doch fehlt ihnen meist das nötige Startkapital, um dieses selbst bewirtschaften und somit für ihren Lebensunterhalt sorgen zu können. Faktisch wird der gesamte indianische Landbesitz bis zum heutigen Tage treuhändisch durch das BIA (Büro für Indianerangelegenheiten) im Auftrag der US – Regierung verwaltet, so dass die Lakota selbst nicht frei über ihr eigenes Land bestimmen können. So können sie dieses nicht als Sicherheit nutzen, um von einer Bank einen Existenzgründungskredit zu erhalten. Meist wird das Land zu weit unter den üblichen Marktpreisen liegenden Konditionen an weiße Farmer verpachtet. Diese Farmer betreiben meist extensive Rinderzucht, die zur Überweidung und Zerstörung des biologischen Gleichgewichts auf den Weidegebieten führt.

Village Earth, eine gemeinnützige Organisation aus den USA, unterstützt Lakota-Familien dabei, ihr Land aus den Pachtverträgen zu lösen, um sich eine eigene Existenz als Bisonzüchter aufzubauen. Weitere Existenzgründungsprojekte, wie z. B. Gartenbau und das Bereitstellen von Pensionen für Ökotourismus sind geplant.

Das Bisonzuchtprojekt bietet neben der wirtschaftlichen Unabhängigkeit der Lakota-Familien auch in ökologischer Hinsicht Vorteile: Im Gegensatz zu Rindern haben Büffel gespaltene Hufe. Durch die Freilandhaltung wird der Boden der Weiden dadurch nicht festgestampft, sondern quasi „gepflügt“, wodurch sich Samen von Pflanzen ansiedeln können. Bodenfruchtbarkeit und Diversität des Ökosystems werden somit erhalten bzw. verbessert.
Village Earth und die Lakota-Familien, die an dem Projekt beteiligt sind, sind zudem um eine artgerechte Tierhaltung sehr bemüht. Die Bisons sollen ausreichend große Weiden und somit genügend Auslauf haben. Auf einen Transport in einen Schlachthof wird verzichtet und stattdessen ein Aufpreis für eine mobile Schlachteinheit in Kauf genommen, um den Tieren unnötigen Stress zu ersparen. Das cholesterinarme Fleisch der Bisons kann somit als qualitativ hochwertiges Bio-Fleisch vermarktet werden.

Spendengelder werden u. a. für Workshops gebraucht, bei denen Familien dabei beraten werden, wie sie ihr Land aus den Pachtverträgen lösen können. Auch werden die Familien bei der Existenzgründung finanziell unterstützt. Bei bereits bestehenden Bisonzuchten müssen Kosten für die Zerlegung des Fleisches in einer Großmetzgerei, für Vakuumverpackung und Kühlung des Fleisches übernommen werden. Auch die Vermarktung des Fleisches (Marktstände, transportable Kühlgeräte und Werbekosten) muss finanziert werden. Darüber hinaus müssen bereits bestehende Bisonzuchten erweitert und ausreichend mit Wasser versorgt werden.

Über eine Spende würden wir uns sehr freuen

Bankverbindung
Förderverein für bedrohte Völker e. V.
Stichwort: Lakota Landnutzungsprojekte
Kontonummer: 7400201
BLZ 20010020
Postbank Hamburg

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s