Die Timbisha-Shoshone in Nevada/USA brauchen Ihre Unterstützung, um das Atommüllendlager in ihrem heiligen Yucca Mountain zu verhindern

Seit Jahren kämpfen die Timbasha-Shoshone gegen das Atomüllendlager auf ihrem heiligen Yucca Mountain

Seit 25 Jahren wird auf dem Territorium der Timbasha-Shoshone in Nevada/USA ein riesiges Atommüllendlager gebaut, dass den gesamten zur Zeit anfallenden Atommüll der USA aufnehmen soll. Seit Jahren kämpfen die Indianer gegen das Endlager, denn es wird in ihrem heiligen Yucca Mountain gebaut. Kurz nach seiner Amtsübernahme am 20. Januar 2009 gab US-Präsident Barack Obama bekannt, dass die US- Regierung die staatliche Unterstützung für den weiteren Ausbau des Atommüllendendlagers in Yucca Mountain, einstellen würde. Dennoch läuft das Genehmigungsverfahren weiter.

Die einzige Chance der Timbasha-Shoshone ist es, ihre Argumente gegen die Inbetriebnahme des Endlagers, in verschiedenen Anhörungsverfahren einzubringen. Für die Organisation des Protestes benötigen die Indianer bis Ende Mai 2011 den Betrag von 1.450 Euro. Hiermit sollen die Grundkosten ihres Büros (Strom, Telefon etc) gedeckt werden.

Bitte helfen Sie uns mit Ihrer Spende, den Widerstand der Timbisha-Shoshone zu unterstützen.

Die Western-Shoshone

Die Timbisha leben im Death Valley in Kalifornien. Sie sind einer von 13 Stämmen der Western Shoshone (ca 25 000), deren Land sich größtenteils über Nevada erstreckt, aber auch über Teile Utahs, Wyomings, Idahos und Kaliforniens. Der so genannte Friedens- und Freundschaftsvertrag von Ruby Valley (1863) zwischen den 13 Shoshone Stämmen und den USA bedeutete für die seit mehr als tausend Jahren dort ansässigen Shoshone Unfreiheit und Reglementierung. So sind die Timbisha nach der Gründung des Death Valley National Park 1933 mehrmals aus ihren angestammten Gebieten verdrängt worden.

Zu keiner Zeit aber traten die Shoshone ihr Land an die Angloamerikaner ab. Auch haben sie es nie verkauft, obwohl die US-Regierung mit Hilfe diverser Gesetzesvorlagen wie dem „Western Shoshone Claims Distribution Act“ von 2004 hierfür eine Rechtsgrundlage zu schaffen versuchte. Geld als Entschädigung für ihr Land wird von den Shoshone nicht akzeptiert. Rechtlich gesehen gehört es immer noch ihnen. Die Amerikaner haben keinen amtlichen Grundbucheintrag und somit keinen rechtlichen Anspruch auf die Gebiete der Shoshone.

Die Shoshone haben eine unauflösbare Beziehung zu ihrem Territorium.
Trotz der starken Kontaminierung durch die Nevada Test Site, wo 1951-1992 ca. 1000 unterirdische und ca. 928 überirdische Atomtests stattfanden und wo viele andere militärischen Einrichtungen unterhalten werden, halten sie an ihren Gebieten fest.

Yucca Mountain – einziges Atommüllendlager der USA auf Shoshone-Land

Im Yucca Mountain, dem heiligen Berg der Shoshone, entsteht das Endlager für 77.000 Tonnen hochradioaktiven Abfalls. Dieses Endlager, das sich seit 25 Jahren im Bau befindet und den gesamten zur Zeit anfallenden Atommüll der USA aufnehmen soll, ist nach Planung der US-Energiebehörde „Department of Energie“ (DOE) 2017 soweit fertiggestellt, das die Einlagerung des Atommülls beginnen kann. Da der Standort Yucca Mountain inzwischen als unsicher gilt, strich Präsident Obama 2009 einen Großteil der staatlichen Zuwendungen. Das Ende der staatlichen Unterstützung zur weiteren Planung des Endlagers Yucca Mountain bedeutet jedoch NICHT, wie weithin angenommen wird, dass dieses Projekt von Industrie und Politik aufgegeben wurde. Die Atomlobby hält an diesem Endlager fest und es finden weiterhin Anhörungen zum Bau und zur Inbetriebnahme dieses Projektes statt.

Die nächsten Anhörungen finden vom 26. 01 2011 bis 26.04 2011 statt
Als nächste Termine stehen Anhörungen vom 26.01 bis zum 26.04 2011 in Las Vegas und eine Gerichtsverhandlung am 22. März in Washington (DC) bevor, die sogenannten trackhearings . Die US-Energiebehörde (DOE), die der Atombehörde der USA („Nuclear Regulatory Commission“,NRC) untersteht, vergibt die Lizenzen für das Endlager und ist an den „Nuclear Waste Policy Act“ von 1982 gebunden, der Yucca Mountain als das einzige Endlager für die gesamte USA gesetzlich festgeschrieben hat.

Ian Zabarte, unser Ansprechpartner vor Ort, ist Sekretär der Western Shoshone und Vizepräsident des NCAC – National Community Action Council. Der NCAC ist ein indianisches Gremium, das die radioaktive Verseuchung der Shoshone und Payute Gebiete und die damit verbundenen gesundheitlichen Probleme und Risiken untersucht und Hilfsmaßnahmen und Förderprojekte für die Indianer einleitet. Der Western Shoshone National Council (WSNC), die traditionelle Führung der Shoshone Stämme unter Chief Raymond Yowell, verhalf dieser einzigartigen Initiative zu einem festen Ausschuss.

Ian Zabarte ist seit 1990 aktiv im Kampf gegen die Nevada Test Site und das Atomendlager, und er ist eine wichtige Führungsperson im Kampf für die Landrechte der Shoshone. 1998 konnte er den vom Endlager direkt betroffenen Stamm der Timbisha Shoshone – der sich jetzt mit der „Timbisha Shoshone Yucca Mountain Oversight Non-Profit Corporation“ zu „Joint Timbisha Shoshone“ zusammengeschlossen hat – für die Teilnahme an den Anhörungen des NRC gewinnen. Die “ Joint Timbisha Shoshone“ haben ordnungsgemäß schriftliche Eingaben gemacht, um an den Hearings beteiligt zu werden und wurden von der NRC als ständige Mitglieder akzeptiert. („Party with standing“).

Die von der NRC akzeptierten Argumente der Timbisha sind:

  • Wasserrechte des Gebietes um Yucca Mountain sind nicht geklärt
  • Das DOE hat nicht adäquat geklärt, welche Auswirkungen das Atomendlager auf den Gesundheitszustand der Shoshone hat, die kulturell bedingt, ihre Nahrung vielfach sammeln und erjagenDie nicht geklärten Landrechte sind für die NRC nur ein „Schatten über den Verhandlungen“. Alle Parteien haben ihre Anwälte bei diesen Anhörungen dabei und bringen ihre Argumente für und gegen Yucca Mountain vor.

    Diese Arbeit muss unbedingt solange weitergeführt werden, bis das Endlager im Yucca Mountain endgültig gestoppt wird und bereits erfolgte Maßnahmen zurückgebaut worden sind. Deshalb hat uns Ian Zabarte um Unterstützung für die Timbisha gebeten. Sie benötigen Geld für die Kosten ihres Büros, das die organisatorische Basis für die weitere Planung, Koordinierung und Teilnahme bei den Anhörungen ist. Dieser Weg durch die Instanzen, ist die einzige Möglichkeit für die Indianer, das Endlager und damit die weitere schwere Kontaminierung ihres Landes, einschließlich aller gesundheitlichen Risiken, abzuwenden. Doch er übersteigt ihren eigenen finanziellen Spielraum bei weitem. Die konkrete Bitte besteht darin, dass wir bis Ende Mai 2011 insgesamt 1.450,- Euro Spendengelder an die Timbisha schicken. (Kostenaufstellung siehe unten).

    Helfen Sie mit! Spenden Sie auf folgendes Konto:

    Förderverein für bedrohte Völker e.V.
    Konto 7400 201, Postbank Hamburg, BLZ 200 100 20, Stichwort „Timbisha Shoshone 2011“

    Als Kontaktperson für weitere Fragen steht Ihnen Christina Fischer, GfbV-Regionalgruppe Hamburg (E-Mail: info@christina-fischer.de) zur Verfügung.

    Kostenaufstellung (Emergency 6 Month Office Budget 2011) des Timbisha Shoshone Tribe, PO Box 206, Death Valley, CA 92328:

    So. Cal. Edison (Electric): $600.00 (432.36 €)
    Purchase Power (Postage, Lease and Delivery): $450.00 (324.27 €)
    AT&T (Telephone & Fax): $648.00(467.00 €)
    Hughes.Net (Internet): $302.00 (217.65 €)
    Total: $2,000.00 (1,441.00 €)

  • Text von Christina Fischer

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    4 Gedanken zu “Die Timbisha-Shoshone in Nevada/USA brauchen Ihre Unterstützung, um das Atommüllendlager in ihrem heiligen Yucca Mountain zu verhindern

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