Freiheit für Liu Xiaobo! Freiheit für Chinas verfolgte Schriftsteller! Lesung von Essays und Gedichten am 21. März um 19.30 im Victor-Gollancz-Haus, Geiststraße 7, Göttingen (Eintritt frei)

Anläßlich von weltweit stattfindenden Lesungen für den inhaftierten Friedensnobelpreisträger Liu Xiaobo lädt die Gesellschaft für bedrohte Völker für Montag, den 21. März 2011 um 19.30 im Victor-Gollancz-Haus zu einer Lesung von Essays und Gedichten aus seinem Werk ein. Der Eintritt ist frei. Ebenfalls vorgetragen wird eine Kurzgeschichte des uigurischen Schriftstellers Nurmuhemmet Yasin. Schauspieler aus dem Göttinger Theater im OP (Thop) werden die Texte vortragen. Kurz nach der Veröffentlichung der Kurzgeschichte „Die Wildtaube“ in der offiziellen chinesischen Literaturzeitschrift „Kashgar Literature Journal“ wurde Yasin verhaftet und im Jahr 2005 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Liu Xiaobo wurde 2009, nachdem er gemeinsam mit anderen Dissidenten die „Charta 08“ verfasst hatte, zu sieben Jahren Gefängnis verurteilt. Der Vorwurf: „Unterhöhlung der Staatsautorität“.

Die „Charta 08“ fordert mehr Demokratie und Freiheit in der Volksrepublik China. Im Vorwort heisst es: „(D)ie chinesischen Bürger sind nach langwierigen, mühsamen und von Rückschlägen gezeichneten Kämpfen aufgewacht und erkennen in täglich wachsender Klarheit, dass Freiheit, Gleichberechtigung und Menschenrechte gemeinsame und universelle Werte der Menschheit sind, dass Demokratie, Republik und verfassungskonforme Regierung Basis und Rahmen moderner Politik sind. Eine , die sich von diesen universellen Werten und solchen Grundlagen der Politik entfernt, kann nur zu einem Katastrophenprozess werden, der den Menschen ihre Rechte raubt, ihre Vernunft korrumpiert und Würde zerstört. Wohin wird China im 21. Jahrhundert gehen? Wird es weiter die ‚Modernisierung‘ unter autoritärer Herrschaft verfolgen? Oder wird es sich mit den universellen Werten identifizieren, mit dem Mainstream verschmelzen und ein demokratisches Regierungssystem aufbauen?”

Nach der Lesung gibt es eine Diskussion über die Lage verfolgter Schriftsteller in China.

Datum: 21. März, 19.30

Ort der Veranstaltung: Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker, Geiststraße 7 in 37073 Göttingen

Eintritt: Frei!

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2 Gedanken zu “Freiheit für Liu Xiaobo! Freiheit für Chinas verfolgte Schriftsteller! Lesung von Essays und Gedichten am 21. März um 19.30 im Victor-Gollancz-Haus, Geiststraße 7, Göttingen (Eintritt frei)

  1. Lesung für Liu Xiaobo und Tsering Woeser auch in Hamburg

    20. März 2011
    Werkstatt 3, Nernstweg 32-34, HH-Altona, Beginn 19.00 Uhr

    Zusammen mit der Tibet Iniative Deutschland und dem Verein der Tibeter veranstaltet die Regionalgruppe HH der GfbV eine Lesung für Liu Xiaobo und Tsering Woeser. Die Schauspieler Erik Schäffler und Migon Remè lesen Gedichte und Essays der beiden inhaftierten und ausgewiesenen Dichter aus China und Tibet.

    Anna Wiemann wird mit ihrer Musik dem ganzen einen erlesenen Rahmen geben.

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