Veranstaltungshinweis: Zeitbombe Atomenergie – Atomausstieg jetzt!

Das Berliner Büro der Gesellschaft für bedrohte Völker möchte auf eine interessante Veranstaltung aufmerksam machen:

25 Jahre Tschernobyl

Zeitbombe Atomenergie – Atomausstieg jetzt!

Internationale Ärzte für die Verhütung des Atomkriege/ Ärzte in sozialer Verantwortung e.V. (IPPNW) lädt vom 08. – 10. April 2011 zu einem internationalen Kongress in die Urania Berlin, An der Urania 17, 10787 Berlin-Schöneberg ein:

„25 Jahre nach Tschernobyl und im Lichte der Atomkatastrophe in Japan werden in unserem Land gegen den erklärten Willen der Bevölkerung die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängert. In Europa werden neue Atomkraftwerke geplant und gebaut. Die Atomindustrie macht sich die Politik untertan. Die Mär von der „sauberen“ Atomenergie als Klimaretter und „Brückentechnologie“ macht die Runde. Desinformation ersetzt verantwortliche Politik. Die Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien droht ins Stocken zu geraten. Der Kongress informiert über die Folgen von Tschernobyl, will Lösungen bieten für eine Welt frei von atomarer Bedrohung und analysiert das Gefahrenpotential der nuklearen Kette.“

Der Kongress beschäftigt sich u.a. mit den Gefahren des Uranabbaus. Die Gesellschaft für bedrohte Völker weist seit Jahren darauf hin, dass insbesondere indigene Völker von den Folgen des Uranabbaus betroffen sind. Mehr als 70 Prozent der weltweiten Uranvorkommen befindet sich in Regionen, in denen Ureinwohner beheimatet sind. Betroffen sind etwa Adivasi in Indien, Tuareg in Niger, Aborigines in Australien, Lakota-Indianer in den USA, Cree-Indianer in Kanada, Sami in Schweden, Tibeter, Mongolen und Uiguren in China. Sie leiden unter gesundheitliche Schäden und der Zerstörung ihrer Umwelt durch radioaktive Verstrahlung.

Der Kongress widmet gleich zwei Veranstaltungen dem Uranabbau, in denen auch betroffene kanadische Cree – Indianer aus der James Bay Region zu Wort kommen und die von Claus Biegert moderiert werden, der auch Mitglied des GfbV-Beirats ist.

Forum, 09.04.2011, 10.45 Uhr
Uranabbau – Ein weltweites Gift
Die gesundheitlichen und ökologischen Folgen des Uranabbaus.
Pakesso Mukash und Mathew Iserhoff, Kanada
Prof. Dr. Inge Schmitz-Feuerhake, Gesellschaft für Strahlenschutz, Trägerin des Nuclear-Free Future Award 2003
Claus Biegert, Nuclear Free Future Award

Workshop 09.04.2011, 14.30 Uhr
Global call to action for a ban on uranium mining
Pakesso Mukash und Mathew Iserhoff, Kanada
Günter Wippel, uranium network
Kerstin Schnatz, für die Gundjeihmi Aboriginal Corporation, Australien
Claus Biegert, Nuclear-Free Future Award

Hier noch einige Informationen über die aktuelle Situation der James Bay Cree – Indianer:
Pakesso Mukash und Mathew Iserhoff sind vom Indianervolk der Cree aus der James Bay Gegend. Ihre Heimat wird durch ein Uranabbauprojekt bedroht. Strateco Ressources Inc., eine kanadische Bergbaugesellschaft, will hier eine der größten Uranminen weltweit aufbauen. Die Mine, die bis 2014 errichtet werden soll, wäre die erste in der kanadischen Provinz Quebec, doch sind die Folgen für Umwelt und Bewohner schon in anderen Provinzen deutlich. Die Cree-Indianer der kanadischen Provinz Saskatchewan leiden schon seit Jahren unter dem Uranabbau, vor allem durch die Kanadische Gesellschaft Cameco. Hier liegen die weltgrößten Uranminen. Die Cree sprechen sich zwar gegen den Abbau aus, doch gegenüber den Konzernen sind sie geradezu rechtlos. Die seenreiche Landschaft wird durch austretendes, radioaktiv verseuchtes Wasser bedroht. Die Cree sind vorwiegend Jäger und Sammler, durch die Belastung ihrer Umwelt nehmen sie die Strahlung auf. Trotz fehlender staatlicher Statistiken sind eine erhöhte Krebsrate und eine Vielzahl an Fehlgeburten bekannt.

Weitere Informationen über den Kongress hier…

Bitte unterstützen Sie die Kampagne der GfbV: Verseuchtes Wasser, verstrahltes Land – Eine Aktion für bedrohte Ureinwohner.

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