Yucca Mountain – US-Atommüllendlager ist stark erdbebengefährdet!

Nach den Ereignissen in Fukushima ist die US-Amerikanische Debatte um das einzige Atommüllendlager in den USA/Nevada, im Yucca Mountain, neu entbrannt. Die starke Erdbebengefährdung des Gebietes rückt endlich in den Mittelpunkt und die warnenden Stimmen werden ernster genommen. Bereits 1997 schrieb Joachim Hoelzgen in seinem Artikel (Spiegel, Nr.52/1997):

Tief in einem Bergmassiv, umgeben von Vulkanen, entsteht in Nevada Amerikas Gorleben – das weltgrößte Endlager für nuklearen Abfall. Sein radioaktives Inventar entspricht dem von 2,3 Millionen Atombomben.“

 

Die Western Shoshone, die, wie mir Ian Zabarte gestern schrieb, sich als eine unabhängige Nation sehen und die „Newe Segobia“ – das Land der Shoshone – als souveränen Staat ausgerufen haben, kämpfen nicht nur gegen das geplante Endlager.

Seit dem Ende der Atomraketenversuche auf der sog. Nevada Test Side, klärt das „Native Community Action Council“, dem unser Ansprechpartner vor Ort, Ian Zabarte, vorsteht, die indianische Bevölkerung über die gesundheitlichen Folgen des durch die Tests verstrahlten Lebensraumes auf.

So sind die Indianer durch ihre Ernährungsweise des Sammelns von Wurzeln und Beeren und durch die Jagd stärker von der Kontaminierung betroffen, als Bewohner mit anderen Nahrungsquellen.

Ungeachtet dieser Lebensweise und der betroffenen Stämme wurden die Atomraketen in Zeiträumen gezündet,  in denen die Windrichtung nordöstlich verlief: weg von Las Vegas und Kalifornien und hin zu den Shoshone und Payute (Siehe Skizze unten.)

„Most of the nuclear weapons detonations were conducted when the wind was blowing toward tribal communities. The Native Community Action Council was organized by Western Shoshone and Southern Paiute people to understand what the effects of exposure were on the land and people. A review of the United States Department of Energy Off Site Radiation Exposure Review Profile found significant increased risk of exposure to tribal communities than non-native American communities.“

 (aus:  An Indigenous View of the Development of Weapons of Mass Destruction, Copyright 2011 by: Ian Zabarte)

Ian Zabarte weist immer wieder darauf hin, dass vorbeugende Hilfsmaßnahmen seitens der amerikanischen Umweltbehörde  und Hinweise auf kontaminierte Quellen etc. ausbleiben, so dass die Shoshone in ihren Bemühungen ihre Stammesmitglieder zu schützen weitestgehend alleine sind.

340,- Euro sind bisher eingegangen. Dafür sagen wir allen Spendern: „Herzlichen Dank!“

Um die Timbisha-Shoshone in ihrem Kampf gegen das Endlager Yucca Mountain zu unterstützen benötigen wir bis Ende Mai noch  1060,- Euro .

Helfen Sie mit! Spenden Sie auf folgendes Konto:

Förderverein für bedrohte Völker e.V., Konto 7400 201, Postbank Hamburg, BLZ 200 100 20, Stichwort „Timbisha Shoshone 2011“ Als Kontaktperson für weitere Fragen steht Ihnen Christina Fischer, GfbV-Regionalgruppe Hamburg (E-Mail: info(at)christina-fischer.de) zur Verfügung. Gespendet werden kann auch über das folgende Spendenportal.

Christina Fischer

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