Flohmarkttreiben für die Timbisha-Shoshone

Anfang diesen Jahres und damit knapp vor den Ereignissen in Fukushima entschlossen wir von der Hamburger Regionalgruppe der GfbV uns dazu, den vom atomaren Endlager bedrohten Stamm der Timbisha-Shoshone finanziell zur Seite zu stehen. Kurze Zeit darauf war das Vorgehen besprochen und der nach unserer Einschätzung überschaubare Betrag von etwa 1.400 EUR schien durch Spenden und Aktionen auch in kurzer Zeit durchaus auftreibbar.


Nachdem wir im März dieses Jahres unseren ersten Spendenaufruf für die Timbisha-Shoshone veröffentlichten, waren wir auf unserem Regionalgruppentreffen im April interessiert zu erfahren, welcher Betrag nach einem Monat eingegangen war. Spätestens als auf dem Spendenkonto und über das eigens eingerichtete Profil auf einem Spendenportal nur ein Bruchteil der angestrebten Spendensumme zusammengekommen war, wurde uns klar, dass Spendensammeln alles andere als ein leichtes Geschäft ist. Weitere Aktionen wie das Verteilen des Spendenaufrufs auf Anti-Atomkraft-Protesten sowie der Verkauf privater Gegenstände sollten folgen. Ebenso wurde auf dem gut besuchten Flohmarkt am Hamburger Goldbekhaus für den 5. Juni 2011 ein eigener Stand angemeldet. Im Vorwege gaben viele Mitglieder verkaufbare Gegenstände ab. Wenige Tage zuvor wurden der Ablauf und Eventualitäten besprochen und Wetterprognosen ausgetauscht.

 Am vergangenen Sonntag war es dann endlich soweit. Mit den ersten Morgenstrahlen, ganze zwei Stunden vor Eröffnung des Marktes, bauten wir unseren Stand auf. Das Treiben glich von Anfang an keineswegs einem gemütlichen Sonntagsmarkt. Doch zur Mittagszeit hatten sich alle in die Flohmarktpreise und ins richtige Feilschen hineingefuchst. Punkt Zwölf kamen weitere Helfer und die Verkäufer der ersten Stunden konnten das Markttreiben und das Geschehen auf den Fleeten genießen. Zum Ende kamen alle erneut zusammen und gemeinsam wurde noch einmal kräftig verkauft und um Spenden gebeten. Als quasi in letzter Minute selbst der übergroße aber scheinbar unverkäufliche Blaubär einen kleinen Besitzer fand, war die Freude groß und zusammen mit den anderen Marktleuten packten wir das Verbliebene zusammen. Eine grobe Schätzung der Einnahmen ergab, es waren weit mehr als die investierte Standgebühr in der Spendendose. So konnte auch die Rückkehr des blauen Bären die Stimmung nicht trüben. Der Mutter des kleinen Jungen war der Bär einfach zu groß und so wurde dem Jungen der große durch einen kleinen Bären ersetzt. Der große Bär wurde kurzerhand an einen noch kleineren Jungen gegeben, deren Eltern sich über das Geschenk ebenso freuten wie das Kind. Dieser hatte nur eine Gegenfrage, wie denn der Bär heiße. Die spontane Namensidee „Yucca“ gefiel ihm nicht und so entschied er sich ihn zukünftig „Bruno“ zu nennen. Per Boot fuhr er samt Matrosen Bruno Blaubär über die Fleete nach Hause. Ahoi und gute Reise!

BarometerAls daheim der Kassensturz folgte, war auch unsere Freude groß. Satte 325 Euro haben wir für die Timbisha-Shoshone eingesammelt. Damit sind wir unserem Ziel einen riesigen Schritt nähergekommen, auch wenn damit erst die Hälfte des benötigten Betrages erreicht ist. Im Schlussmonat des Halbjahres heißt wohl noch einmal kräftig die Spendentrommel zu rühren. Ende Juni wollen wir das bis dahin eingegangene Geld an die Timbisha-Shoshone überweisen. Wir bitten daher weiterhin um Spenden und weisen noch einmal auf die Möglichkeit hin, Bilder mit indianischen Motiven zu kaufen. Auch dieser Erlös geht in vollem Umfang an die Shoshone.

 

Jeder Euro zählt! Wir bedanken uns im Namen der Timbisha-Shoshone bei allen Käufern, Spendern und Unterstützern.

Allen Spendenwilligen sei folgende Kontonummer ans Herz gelegt und auf den Überweisungsträger geschrieben: Förderverein für bedrohte Völker e.V., Konto 7400 201, Postbank Hamburg, BLZ 200 100 20, Stichwort „Timbisha Shoshone 2011″

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