Weltweiter Protest gegen Staudammprojekt Belo Monte in Brasilien – zwei Mahnwachen auch in Berlin

Letzte Woche rief die GfbV zum weltweiten Aktionstag gegen den Bau des Kraftwerks Belo Monte im brasilianischen Amazonasgebiet auf. Vorgestern (22.08.11) versammelten sich mehrere Dutzend Menschen vor dem Brandenburger Tor und anschließend vor der brasilianischen Botschaft, um auf die Folgen des zerstörerischen Projekts aufmerksam zu machen.

Vorgestern (22.08.11) hielten die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Zusammenarbeit mit Rettet den Regenwald und Survival International zwei Mahnwachen in Berlin ab.

Von 10.30 Uhr bis 13 Uhr versammelten sich auf dem Pariser Platz vor dem Brandenburger Tor mehrere Dutzend TeilnehmerInnen mit vielen Plakaten und Bannern, um auf das zerstörerische Projekt der brasilianischen Regierung aufmerksam zu machen. Die Proteste richteten sich auch gegen die Änderung des Waldgesetzes, das u.a. eine Amnestie für illegale Rodungen vorsieht. Die Mahnwache stieß auf rege Unterstützung der Vorbeigehenden, unter ihnen auch viele Menschen aus Südamerika: „Es ist erstaunlich das ihr hier seid, es erfreut uns sehr, das sich hier in Deutschland Menschen und Organisationen wie ihr für unseren Regenwald einsetzt. Bei uns in Brasilien gibt es häufig noch nicht das Bewusstsein unter den Menschen, sich für die Erhaltung des Regenwaldes und damit auch für die dort lebenden Indigenen einzusetzen“, so ein Brasilianer.

Anschließend zogen wir weiter vor die Botschaft Brasiliens. Begleitet von Trillerpfeifen und Sprechchören hielten wir dort eine zweite Mahnwache für weitere zwei Stunden ab, in deren Rahmen fünf RepräsentantenInnen – David Vollrath von Rettet den Regenwald, Linda Poppe von Survival International, Judith Kunze und Yvonne Bangert von der GfbV-Deutschland und Rebecca Sommer für die GfbV-International – von der Botschaftsrätin Frau Fontes Faria empfangen wurden. Nach dem etwa einstündigem Gespräch mit Frau Fontes Faria überreichte ihr Rettet den Regenwald jeweils um die 18.000 Unterschriften gegen Belo Monte und gegen das neue Waldgesetz, Survival International übergab einen Brief zu Gunsten der freiwillig Isolierten und Rebecca Sommer die Declaration on the Rights of Mother Earth. Yvonne Bangert übergab der Botschaftsrätin einen Brief an die Präsidentin Brasiliens Dilma Vana Rousseff. Darin äußern die GfbV-Sektionen von Österreich, der Schweiz, Italien, Deutschland sowie die GfbV International ihre Bedenken bezüglich der Genehmigung zum Bau des Belo Monte Staudamms. Außerdem wurde die Botschaftsrätin daran erinnert, dass Brasilien die UN Deklaration über die Rechte der indigenen Völker und die ILO Konvention 169 unterzeichnet und ratifiziert hat.

Mahnwache vor dem Brandenburger Tor:
http://www.youtube.com/user/SommerFilms#p/u/11/eWz4tOeXM0o

Zeitgleich zu den Aktionen in Berlin fanden auch in Brasilien in mehreren Städten Proteste gegen Belo Monte statt:
http://www.reuters.com/video/2011/08/21/brazilians-protest-giant-amazon-dam?videoId=218524973&videoChannel=1

24. August 2011 – M. Jarzombski

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