Politkowskaja-Preis an syrische Aktivistin Razan Zeitouneh

Gestern erhielt die syrische Menschenrechtsaktivistin Razan Zeitouneh den nach der vor fünf Jahren ermordeten russischen Journalistin Anna Politkowskaja benannten Menschenrechtspreis. Seit vier Jahren vergibt die Organisation RAW (Reach all women in war) diesen Preis. Leider konnte Razan Zeitouneth den Preis nicht persönlich entgegennehmen, weil sie sich im Moment versteckt halten muss.

Die 34-jährige ausgebildete Juristin gründete 2005 die Internetseite Syrian Human Rights Information Link, wo sie Menschenrechtsinformationen in Arabisch und Englisch veröffentlicht. Die Stimme Zeitounehs ist seit Beginn der massiven staatlichen Gewalt gegen die syrische Zivilbevölkerung eine der wenigen, die überhaupt aus dem abgeriegelten Land dringt. Wegen ihres mutigen Engagements wird Zeitouneh in ihrer Heimat verfolgt und ist in ständiger Lebensgefahr. Sie ist empört über die langsame und unangemessene Reaktion der internationalen Gemeinschaft auf die Gewalt in ihrem Land.

Dass nun Anfang der Woche auch noch Russland die Syrien-Resolution in der UN per Veto verhindert hat, verdeutlicht Russlands unsägliche Rolle in wichtigen außenpolitischen Fragen. Das Regime, welches Politikowskaja auf dem Gewissen hat, unterstützt weltweit Diktatoren wie den Syrer Assad. Mutige Frauen wie Politkowskaja oder Zeitouneh stellen sich gegen die Diktatur und auf die Seite der Menschen und müssen das im schlimmsten Fall -wie Anna Politkowskaja- sogar mit ihrem Leben bezahlen.

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