Neun Journalisten in Syrien getötet

Am 10. Januar 2012 kam bei einem Anschlag in der syrischen Stadt Homs der französische Kriegsberichterstatter Gilles Jaquier ums Leben. Weitere acht Menschen wurden getötet und mindestens 25 verletzt, darunter sowohl Syrer als auch andere westliche Journalisten. Jaquier ist der erste westliche Journalist, der während der Aufstände gegen die Assad-Diktatur in Syrien Opfer eines Anschlages wurde.

Im Stadtteil Akrama wurde die Gruppe von Journalisten am Rande einer Demonstration von Anhängern der diktatorischen Assad-Regierung mit Granaten beschossen. Die ausländischen Journalisten waren auf einer von der syrischen Regierung genehmigten Rundreise in der Protesthochburg Homs in der Nähe der Kundgebung gewesen. Wer hinter den Anschlägen steckt, ist noch nicht endgültig geklärt. Das staatliche Fernsehen Sana sprach von „bewaffneten Terroristen“. Syrische Oppositionelle aus Homs widersprachen: Ihrer Meinung nach ging der Anschlag von Einheiten des Regimes aus. Die Regierung von Diktator Assad versuche, die Demonstranten als „Terroristen“ abzustempeln. Der französische Außenminister forderte eine Untersuchung des Vorfalls und forderte die syrische Regierung auf, für die Sicherheit der Journalisten und Pressefreiheit zu sorgen.

Seit Februar/März letzten 2011 kam es im Zuge des „arabische Frühlings“ in Syrien zu Protesten und Auseinandersetzungen. Seit Beginn der Proteste, bei denen die Demonstranten Freiheit und den Rücktritt der Regierung forderten, kam es zu gewaltsamen Auseinandersetzungen. Das syrische Regime unter Bashar al-Assad ging restriktiv gegen die Proteste, die über das ganze Land verteilt stattfinden, vor. Neben Tränengas wurde auch scharfe Munition eingesetzt. Laut der UN sollen mindestens 5.000 Menschen getötet worden sein; Die GfbV geht wie andere Menschenrechtsorganisationen von mindestens 6.000 Toten und 20.000 Flüchtlingen, die in den Libanon und die Türkei geflohen sind, aus.

Teile der Armee liefen zu den Demonstranten über. Die Regierung unter Diktator Assad spricht von islamistischen Terroristen, die hinter den Protesten stünden. Die Stadt Homs im Westen des Landes gilt als eine der Hochburgen des Protestes. Einige Stadtviertel sind nicht mehr unter der Kontrolle der staatlichen Sicherheitskräfte. Ausländische Medienvertreter dürfen erst seit kurzem wieder über die Situation im Land berichten und dies nur mit Genehmigung und in Begleitung von syrischen Sicherheitskräften.

Die GfbV fordert die Bundesregierung zu verschärften Sanktionen gegen das Regime auf.

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