Kirgisien: Gefangene nähen sich Mund zu

Seit dem 16. Januar toben Aufstände in mehreren Gefängnissen in Kirgisien. Am 17.1. verstarb dabei unter ungeklärten Umständen der 25-jährige Nurbek Alimbaev. Der Ombudsmann für Menschenrechte in Kirgisien sagte vor dem kirgisischen Parlament aus, dass er bei der Obduktion der Leiche zugegen gewesen sei und davon überzeugt sei, dass Alimbaev Gewalt angetan wurde. Das dementieren die Leiter der Gefängnisse. Dort hatten Tausende Gefangene in 13 Haftanstalten angekündigt sich an Hungerstreiks beteiligen zu wollen. Sie protestieren gegen unmenschliche Haftbedingungen. Nun hatten die Behörden angekündigt, sie zwangsernähren zu lassen. Als Reaktion haben sich 385 Gefangene über Nacht den Mund zugenäht. Der Leiter der Stafvollzugsbehörden Schejschenbek Bajzakow sagte angeblich, sollen sich alle doch den Mund zunähen! Er weigert sich auf die Forderungen der Häftlinge einzugehen.

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