Ölunfall verseucht Rentierweiden in russischer Arktis

by N.Slon

Am 20. März 2012 sind im Autonomen Kreis der Jamal-Nenzen in der russisch-arktischen Tundra über 2000 Tonnen Öl ausgelaufen. Erst nach zwei Tagen konnten die Arbeiter das Leck im Ölfeld Trebs versiegeln. Es wurden etwa 8000 Quadratmeter Boden verseucht. Der Unfall sei eine Katastrophe für die Region, teilte der Leiter der Energie-Abteilung von Greenpeace, Vladimir Chuprov, mit. Die Weiden für die Rentiere sind verschmutzt und mit dem Hochwasser werden auch Seen und Flüsse durch die Öl verseucht. Die traditionelle Rentierzucht der indigenen Völker wird dadurch in Mitleidenschaft gezogen. Da die Erschließung der Arktis ein großer Plan Putins ist, versucht die russische Regierung mit allen möglichen Maßnahmen das Ausmaß der Katastrophe zu verschleiern, um die lokale Bevölkerung zur Ruhe bringen, sowie zu beweisen, dass Öl- und Gasförderungsprojekte in der Region ungefährlich sind. Der Ölförderer Baschmet muss schlimmstenfalls eine minimale Strafe bezahlen und wird weiter Öl fördern, während die indigene Bevölkerung leidet.

Laut der Mitteilung der Behörden in Moskau werden die Ökosysteme im Einzugsgebiet der Flüsse Ob und Jenissei jährlich durch rund 500.000 Tonnen Öl verschmutzt. Fast 800 Pannen mit Ölaustritt wurden im Jahre 2011 vom Naturschutzministerium registriert. Die meisten Förderstätten gehören dem russisch-britischen Ölkonzern TNK-BP.

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