Dagestan – Bombenanschlag, willkürliche Gewalt und Verschwindenlassen

Am 2. Mai wurde Kamil Mutaev, geb. 1976 von maskierten Bewaffneten entführt. Er war mit seinem elfjährigen Sohn bei seiner Tante. Als er aus dem Hof fahren wollte, blockierten zwei Wagen den Weg. Bewaffnete zwangen ihn in ihr Fahrzeug. Als sein Sohn Muradis ihm helfen wollte, wurde er ins Auto gesperrt. Kamil hat fünf Kinder. Das jüngste ist zwei Monate alt. Er selbst ist Zimmermann und stellte Türen und Fensterrahmen her. Kamil war im März diesen Jahres schon einmal festgenommen und wieder freigelassen worden. Im Juni 2010 hatte die Menschenrechtsorganisation Memorial über die Verhaftung von Kamil geschrieben. Er war nach öffentlichen Protesten bei denen ein Polizist am Bein verletzt worden war, festgenommen und zu zwei Jahren Haft verurteilt worden.

In Dagestan herrscht praktisch ein Bürgerkrieg. Heute nacht exlodierten dort zwei Bomben, die 13 Menschen in den Tod rissen und bis zu 100 verwundeten. In den ersten drei Monaten 2012 führt Dagestan die Gewaltstatitik im Nordkaukasus an. Nun wird am Montag in Moskau Wladimir Putin ins Präsidentenamt eingeführt. Für die Menschen im Nordkaukasus bedeutet das nichts Gutes. Immerhin ist Putin für die brutale und menschenverachtende Politik in Tschetschenien und mittlerweile im gesamten Nordkaukasus verantwortlich. Er wird keine politische Lösung suchen, sondern weiter auf Gewalt setzen und so keine Lösung finden.

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