Folterminister jetzt stellv. Premier in Tatarstan

„“Die Gewalt im Mittelalter hatte eine logische Erklärung – wenn man jemanden nicht zwei Mal umbringen kann, dann kann man ihn so ermorden, dass er möglichst viel leidet, damit er ein abschreckendes Beispiel für alle anderen ist.“, das schreibt der frühere tatarische Innenminister Asgar Safarow in seinen Memoiren, in denen er sich auch zur Todesstrafe bekennt. Safarov war Innenminister, als in Kasan Ende März 2012 ein Mann auf einer Polizeiwache nach Folter starb. Dieser entsetzliche Fall hatte russlandweit für Diskussionen gesorgt. Safarov wurde entlassen. Dies unterstützte auch der damalige Präsident Dmitri Medwedew. Nun kommt Safarow zurück. Der Präsident der Republik Tatarstan, Rustam Minnichanow, machte ihn zum stellvertretenden Premier. Als sei gar nichts gewesen! So sorgen die mächtigen Männer für einander. Öffentliche Empörung ist darüber in Tatarstan nicht zu spüren. Ein Befürworter von Todesstrafe und Folter scheint ein ehrenwertes und gern gesehenes Mitglied einer Regierung in einer der wichtigsten russischen Republiken zu sein.

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