Zum 68. Geburtstag von Leonard Peltier: Menschenrechtsaktion vor US-Botschaft in Berlin am 12. September

Glückwunschkarten sollen dem indianischen Bürgerrechtler den Rücken stärken

Mit einer Mahnwache wird die Gesellschaft für bedrohte Völker am Mittwoch, 12. September 2012, auf das Schicksal des indianischen Bürgerrechtlers Leonard Peltier aufmerksam machen.  „Wir laden alle Indianerfreunde und interessierten Passanten dazu ein, Peltier an diesem Tag mit selbst gestalteten Karten und Briefen zum 68. Geburtstag zu gratulieren“, erläutert GfbV-Referentin  für indigene Völker, Yvonne Bangert. „Solche individuell gestalteten  Grüße sind für den seit Jahrzehnten unschuldig inhaftierten kranken Mann eine große moralische Unterstützung. Es ist wichtig für ihn zu wissen, dass er von der Welt nicht vergessen ist. “

 Wir laden herzlich ein zu unserer Mahnwache mit traditioneller indianischer Musik

am Mittwoch, den 12. September 2012, ab 11.00 Uhr

auf dem Pariser Platz in Berlin.

Papier und Stifte für Glückwünsche werden bereitgestellt

Leonard Peltier gehörte zur Führung der indianischen Bürgerrechtsbewegung American Indian Movement (AIM), als er 1976 verhaftet und ein Jahr später nach einem umstrittenen Prozess zu zweimal lebenslänglicher Haft verurteilt wurde. Er wird für den Tod von zwei FBI-Beamten im Reservat Pine Ridge in Süd-Dakota verantwortlich gemacht. Dort herrschten damals bürgerkriegsähnliche Zustände. Eine angebliche Augenzeugin wurde massiv vom FBI unter Druck gesetzt, gegen Peltier auszusagen. Sie widerrief ihre Aussage später. Auch die tödlichen Schüsse stammten ballistischen Untersuchungen zufolge nicht aus Peltiers Waffe. Doch das Urteil wurde nicht aufgehoben. Freiheit kann ihm nur noch eine Begnadigung durch Präsident Obama bringen.

Prominente Persönlichkeiten wie der verstorbene Nazijäger Simon Wiesenthal oder die Friedensnobelpreisträger Nelson Mandela und Rigoberta Menchú sowie hunderttausende besorgte Menschen in aller Welt haben sich bereits für eine Begnadigung von Leonard Peltier eingesetzt. Während seiner Haft hat er sich zu einem Maler selbst ausgebildet. Er hat seine Gemälde für karitative Zwecke wie Frauenhäuser, Programme für die Bekämpfung von Alkohol- und Drogenmissbrauch oder Stipendienprogramme für junge Indianer gestiftet und ist vielfach ausgezeichnet worden, u.a. mit dem Internationalen Menschenrechtspreis der Menschenrechtskommission Spaniens.

Leonard Peltier ist zurzeit im Hochsicherheitsgefängnis Coleman in Florida inhaftiert – weit weg von seiner Familie und seinen Anwälten. Erst 2024 darf er erneut einen Antrag auf Bewährung stellen.

Website LPDOC

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