Syrischer Bischof bittet um Hilfe für Flüchtlinge in der Region Jezireh

Ein syrischer Bischof mahnte am Freitag die internationale Gemeinschaft eine Ausweitung des Konflikts auf die Region Jezireh/Al Hasakeh im Nordosten Syriens zu verhindern. In der Region Jezireh fanden die 400.000 Binnenflüchtlinge bisher Schutz vor den Kämpfen zwischen der Opposition und dem Regime in Syrien.
“Ich übersende den Hilfeschrei, damit ihr morgen nicht mit diplomatischer Scheinheiligkeit sagen könnt: ‘Wir haben es nicht gewusst’“, sagte Monsignore Behnan Hindo, der syrische Erzbischof von Hasakeh-Nisibin in einem Aufruf, der der Nachrichtenagentur AFP vorgelegt wurde.
Der energische Aufruf richtete sich an Papst Benedikt XVI. sowie die Vereinten Nationen und war im Namen der drei christlichen Bischöfe der Region und verschiedenen dort lebenden ethnischen Gruppen formuliert.
„Wir wünschen uns, dass all jene, an die wir unseren Hilferuf eindringlich richten, Druck ausüben auf die verschiedenen bewaffneten Einheiten und die Freie Syrische Armee, damit diese nicht in unsere Region eindringen,“ so der Bischof.
Er appellierte außerdem an die bewaffneten Gruppen die an der Grenze zur Türkei gelegene “Geisterstadt” Ras al-Ain zu verlassen, aus der über 30.000 Menschen geflohen sind.
Er zeigte, dass im Falle eines Angriffs auf die Region Jezireh die 400.000 Binnenflüchtlinge erneut fliehen müssten und sich damit die Zahl der Flüchtlinge auf 800.000 erhöhen würde.
Militärisches Eingreifen würde „die völlige Zerstörung von Siedlungen und Städten bedeuten, den die syrische Armee werde alles zerstören“, gab er zu bedenken und fügte hinzu: „Rettet uns vor einer militärischen Intervention! Wir lösen die Situation selbst. “
“Wir arbeiten neutral und wollen nicht zu Kanonenfutter werden”, so der Bischof weiter.
AFP

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