Tschetschenischer Häftling in russischem Gefängnis zu Tode gefoltert

In der Strafkolonie „IK-3“ im russischen Tomsk soll der Häftling Zubair Adlanovich Idrisow zu Tode gefoltert worden sein.  Über die genauen Umstände des Todes und den Fall an sich konnte ich nichts näheres  erfahren. Die einzige Meldung, die ich noch dazu gefunden habe, war ein Appell seines Vaters, Adlan Usmanovich Idrisov an das mobile Menschenrechtsteam, das regelmäßig Tschetschenien besucht, vom 23.Mai 2010. Damals gab der Vater an, sein Sohn sei zusammengeschlagen und es sei Anklage gegen ihn erhoben worden, die gefälscht sei.  Ich befürchte, dass es lief wie in so vielen anderen Fällen auch: Der junge Mann (geb. 1991) wurde verurteilt auf der Grundlage von Beweisen oder Geständnissen, die unter Folter erpresst wurden. Dann kam er weit weg von seiner Heimatrepublik in ein Gefängnis. Dort wurde weiter gefoltert. Daran ist er nun zu Grunde gegangen. Noch 20.000 Tschetschenen sitzen in russischen Haftanstalten ein. Gerade vor wenigen Wochen hatte eine Gefängnisrevolte in Russland die Aufmerksamkeit auf die schlimmen Haftbedigungen schon für russische Häftlinge gelenkt. Um wieviel schlechter es Menschen aus dem Nordkaukasus geht, wissen wir aus vielen erschütternden Berichten.

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